- 129 — ilerholt vergleichende Betrachtungen angestellt. Bei diesen Verglei- chen wurde fast ausschliesslich auf die lithologische Ähnlichkeit ge- wisser Abschnitte des liechtensteinischen Flysches mit solchen der Flyschzone in Vorarlberg und im Allgäu abgestellt. Um zu den Ansichten von Kraus und Richter (Custo- d i s und Schmidt-Thome schliessen sich der Auffassung K i c h t e r 6 an) Stellung beziehen zu können, müssen wir die von diesenAutoren durchgeführten Gliederungsversuche der Flyschzone in Vorarlberg und im Allgäu in Kürze anführen. Von allen erwähnten Autoren werden in jenen Gebieten drei tektonisch selbständige Flyscheinheiten ausgeschieden. Deren tief- ste, welche ausgesprochene fazielle Anklänge an die süd- oder hochhelvetische * Zone der Ostschweiz aufweist, wird von Rich- ter, Custodis und Schmidt-Thome als «Liebensteiner- Deeke», von Kraus als «Feuerstätter-Decke» bezeichnet. Die Liebensteiner-Decke wird von Richter (1937), Custodis und Schmidt-Thome (1939) stratigraphisch gegliedert in : Ofterschwanger Schichten : vorwiegend deutlich geschichtete Kalkmergel mit Einschaltungen jüngste von Sandsteinen, Kieselkalken, roten und grü- Oherkreide - nen Mergeln. ? Alttertiär 100 m Wildflysch : rote, grüne, schwarze Mergel und Tonschiefer, Quarzitsandstein, basale Sand- jüngste steine. Exotische, meist faustgrosse, oft viel Oberkreide - grössere Einschlüsse. ? Alttertiär 200 — 300 Bunte Leimernschichten : bestehend aus «Liebensteiner Kalk» (= dichter, weissgrauer, grünlicher oder roter Kalk), bunten oder weiss- grauen Mergelkalken und grauen oder braunen Mergeln. • Senon-Turon Kraus (1932b) hat die Ofterschwanger Schichten als den stratigraphisch tiefsten Teil der Sigiswanger-Decke aufgefasst und ihnen Gauitaher zugeschrieben. Richter u. a. gelang der Nach- * Wir verwenden in den folgenden Ausführungen stets die von L e u p o 1 d vorge schlagene .Bezeichnung hochhelvetisch an Stelle von ultrahelvetisch. 9
        

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