— 121 - zone. Leider sind bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Abschnitt des Vorarlbergerflysches noch recht wenig derartige Untersuchungen durchgeführt worden. 3. Art der Erosion im Abtragungsgebiet. Transport der Gerolle Betreffend die Entstehungsart der Brekzien des Vorarlberger- flysches gelangten wir zu einer Auffassung, wie sie N ä n n y für die Entstehung der Brekzien und Konglomerate der Prätigauschie- fer vertritt, d. h., wir sehen sie ebenfalls als Produkte der Bran- dungszone an. Gegen Flusstransport aus dem Innern der Schwellen- zone sprechen folgende Feststellungen : 1. Die Komponenten sind zum weit überwiegenden Teil eckig : ; nur selten sind sie kantengerundet. Es ist bekannt, nach wie kurzem Transportweg Gerolle jeder Art in Flussbetten sich stark abrunden. Die Tatsache, dass die Gerolle fast immer eckig sind, spricht schon an und für sich sehr gegen Flusstransport. 2. In unserem- Abschnitt des Vorarlbergerflysches konnten keine Anzeichen von Deltasohichtung oder gar von Zentren, in wel- chen sich die Gerölle angehäuft haben, beobachtet werden. Ueber das Vorhandensein oder Fehlen von Deltas kann aller- dings in einem so eng begrenzten Abschnitt noch nichts ausge- . sagt werden. Wir haben indessen im Schrifttum über den Vor- arlbergerflysch nirgends Beschreibungen von Deltabildungen finden können. Wir stimmen auch darin mit P. N ä n n y iiherein, dass der Transport der Gerölle, welcher oft über mehrere Kilometer stattgefunden hat, zum Teil durch Strömungen und zum Teil " durch subaquatische Rutschungen sattgefunden habe. Beweise für subaquatische Rutschungen (denen Kraus (1942) eine hohe Bedeutung be'imisst), haben wir besonders in der Fanölaserie (cf: S. 88) aber auch in anderen Abschnitten gefunden. Wir möchten aber doch dem Transport durch Strömungen die grös- sere Bedeutung beimessen. 4. Die Herkunft des Detritus im Vaduzer und Triesnerflysch Wir müssen aus tektonischen Gründen annehmen (cf. S. 124), das« Vaduzer- und Triesnerflysch in einem südlich des Vorail-
        

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