— 104 — Im Dünnschliff erkennt man eine lockere Einstreuung von aller- feinsten Quarzkörnchen. Dunkelbraune Pflanzenhäcksel sind sehr verbreitet. Die Mergelsohiefer verursachen eine relativ grosse Mobilität dieser Serie und sind meist als eine Art Paste «wischen den ver- brochenen und verwalzten Bänken aus konsistenteren Gesteinen verknetet und verschmiert worden. c) Dichte Kalke und Mergelkalke schalten sich nur sporadisch ein. Die Mergelkalke sind stumpfgrau, die dichten Kalke von mittlerem Grau. Fossilführung und Altersfrage Das Milieu der Mergelschiefer schien, wie wir das auch beim Vorarlbergerflysch feststellen konnten, keine günstigen Lebensbe- dingungen für Globotruncanen aufgewiesen zu haben. In den Mer- gelschiefern konnten wir lediglich kleine Globigerinen, Gümbelinen, rotaloide Foraminiferen, Textularien und Spongiennadeln finden. In den Kieselkalken sind die nicht seltenen Foraminiferen meist bis zur Unkenntlichkeit umgewandelt worden (beginnende Rekri- stallisation der Gesteine). Wir konnten nur noch Globigerinen, und unise.riale. feingeporte Foraminiferen feststellen. Die spärlichen und atypischen Fossilien lassen eine genauere Altersbestimmung nicht zu. Fossilien, die Anlass zum Verdacht auf tertiäres Alter geben könnten, wurden nicht gefunden. Die Güm- belinen und kleinen Globigerinen sprechen für Oberkreide. Aus der Stellung im Schichtverband (Uebergang der Schloßserie in die Eich- holztobelserie) schliessen wir auf Oberkreide jünger als Turon (wahrscheinlich Untersenon). Mächtigkeit Die Mächtigkeit ist nur sehr aproximativ festzustellen. Im Eich- holztobel, wo wir das grösste durchgehend aufgeschlossene Profil vorfinden, schätzen wir sie auf ungefähr 200 m. Dabei muss aber be- rücksichtigt werden, dass in dieser Differentialbewegungen beson- ders häufig anzunehmen sind, welche es uns verunmöglichen, die normale Mächtigkeit auch nur annähernd genau zu schätzen.
        

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