— 103 — gruppe). Der Aushub für die Hangleitung des Saminawerkes brachte im Rothenbodenwald Flyschgesteine bis fast unmittelbar an die Ba- sis der Arlbergdolomitwand unterhalb Auf dem Stein, also bis zu einer Höhe von ca. 1100 m, zum Vorschein. Dieser Flyschkomplex zieht sich gegen Norden bis zum obersten Teil der Erblerüfe (auf ca. 900 m) hin. Am Weglein, das von Rothenboden nach Hinter- profatscheng führt, grenzen Mergelschiefer der Eichholztobelserie in der Profatschengrüfe (40 m südlich P. 1057) an die aus Muschel- kalk bestehende Basis der Schuppe Is (vergl. S. 179). Im Töbeli zwischen Masescha und Waldi befindet sich auf 1150 m ein kleiner Flyschaufschluss. Oberhalb Foppa hat man beim Stollenbau für das Saminakraftwerk auf weite Erstreckung Flyschgesteine durchfah- ren. Es scheint sich um den gleichen Komplex zu handeln, der sich gegen Norden bis zum Bargellajoch und von hier weiter nach Osten hinzieht. Bei diesem hochgelegenen Flyschzug dürfte es eich um einen, verglichen mit dem Vaduzerflysch, höheren tektonischen Komplex handeln. Es scheint uns wohl möglich, dass hierin eine nördliche Fortsetzung des Triesnerflyscbes zu suchen ist. F. Alle- m a n n, in dessen Gebiet diese Aufschlüsse liegen, wird sie im Zu- sammenhang mit dem Triesnerflysch behandeln. Lithologisches In der Eichholztobelserie treten die gleichen Gesteine auf, die wir aus der Schloßserie beschrieben haben. Zu den Kieselkalken kommen aber gegen oben hin immer mehr Mergelschiefer hinzu. ;<) K i e s e 1 k a 1 k e Sie sind durchwegs sehr monoton ausgebildet, meist von einem mittleren, bläulichen bis stumpfen Grau. Sie wittern knorrig-wulstig, schwarzgrau oder rostbraun an. Auch hier, wie bei den Kieselkalken der Schloßserie, stellt man eine intensive Calcitdurchäderung fest. Die Kieselkalke erweisen sich als sehr hart. Sie sind feinkörnig. Der Glaukonitgehalt ist geringer als bei den Kieselkalken der Schloß- serie. Die Bankmächtigkeit variiert von 15 bis 80 cm. b) Die Mergelschiefer sind in der Regel von stumpfgrauer Farbe. Meist führen sie allerfeinste Glimmersohüppchen. Sie lösen sich in dünne Blättchen auf oder zerfallen dünntafelig. Ein gewisser Tongehalt fehlt nie.
        

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