— 87 — bettes der Samina abgeteuften Bohrungen findet sich zunächst Bachkies und Geröll, das dem Einzugsgebiet der Samina entstammt. Darunter folgt dann bald eine mächtige Lehmschicht, die zunächst etwas sandig ist, gegen unten aber fett und plastisch wird. Nach der Deutung von Herrn Prof. L e u p o 1 d , der die Bohrproben untersuchte, dürfte dieser Lehm ebenfalls noch eine Bachablagerung darstellen, die fein gschlämmt in einem stehenden Gewässer zum Absatz kam. Eine etwas weiter bachabwärts abgesenkte Bohrung auf Kote 1227.3 lag nach dem Durchfahren einer dünnen Schicht Rietbodens ganz in der Grundmoräne. Im Gegensatz zu diesen Boh- rungen durchfuhren diejenigen, die auf den Kleinstegwiesen lagen, zunächst wiederum Bachschutt, der nun aber aus dem Malbunbach .stammt; erst dann drangen sie in etwas Saminaschutt und in die gleiche Lehmschicht vor. Die Oberfläche des Lehmes steigt von der Samina gegen Osten leicht an. Diese Verhältnisse sind nun wohl in der folgenden Weise zu interpretieren: Ueber der alten Grundmoräne lagerte der abschmel- zende Saminagletscher in der Gegend des Steges zwei Stirnmoränen- wälle ab. Als das Eis sich dann weiter zurückzog, stauten diese die Schmelzwässer auf. Zwischen dem oberen Moränenwall und der Gletscherzunge bildet sich ein See, in dem der relativ mächtige Lehm zur Ablagerung kam. Nach G u n z (1946) reichte allerdings der Malbungletscher zur gleichen Zeit bis nach Steg, wo er seine Ab- lagerungen mit denen des Saminagletschers vermengte. Es scheint mir aber, dass Schumacher (1929) Recht behalten dürfte mit der Annahme, dass der gleichaltrige Malbungletscher seine Stirn- moräne in der Gegend des Hintern Stachlerbodens bildete, wo sie eine talwärts gerichtete Ablenkung des Stachlerbaches verursachte. Der reichlich schuttführende Malbunbach sah seinen Weg durch die Moränenwälle des Saminagletschers versperrt und musste sich zunächst wohl einen Weg dem Berghang entlang suchen. Dann aber durchbrach er das Hindernis in der Gegend der Kapelle von Steg und bildete einen flachen Schuttkegel aus eigenem und ver- schwemmtem Saminamaterial über den Lehmablagerungen des Sees. Inzwischen hatte auch die Samina die beiden Moränenkränze durchsägt und der See hatte sich entleert. Der flache Schuttkegel des Malbunbaches reicht im Norden bis zum unteren Moränenwall
        

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