— 81 — Ausserdem fand Trümpy aber auch in einem «knollig-konkre- tionären Kalk mit Scheingeröllen und schwarzen Tonhäuten» zahl- reiche Terebrateln. Nach der Lage dieser Schicht an der Basis der letzten mächtigen Kalk-Dolomitlage kann es sich nur um die No. 17 im obenstehenden Profil handeln, wobei es aber eigenartig ist, dass Trümpy den auffälligen, ziemlich mächtigen Quarzit im Hangen- den dieser Bank nicht erwähnt. Trotz eingehenden Suchens konnte ich auch hier keine Fossilien finden. Die etwa 60 m mächtigen Kalke und Dolomite der No. 20 betrachtete Trümpy bereits als Hauptdolomit, der sich von der Wand von Unterm Tschugga hier- her zieht. Wie bereits ausgeführt, handelt es sich nach meiner Ansicht aber bestimmt um wechsellagernde Kalke und Dolomite dei Raiblerschichten, die in normaler Weise vom Gips überdeckt werden. Auf Grund dieser Detailprofile kann nun als lockere Regel für die Schichtreihe der Raiblerschichten, wenigstens innerhalb dei Sohönbergscholle etwa folgendes ausgesagt werden: der Uebergang von den Arlberg- zu den Raiblerschichten wird durch Rauhwacken vermittelt. Darüber folgt eine mehrfache Wechsellagerung verschie- denartig ausgebildeter Kalke, Dolomite und Rauhwacken, denen sich zu mehreren Malen die typischen Raibierschiefer und -Sandsteine einlagern. Die Mächtigkeiten der verschiedenen Schichten wechseln von Profil zu Profil. Als Abschluss dieser Sedimentationsreihe stellt sich meistens eine letzte Lage Raibierschiefer und -Sandsteine ein, denen dann eine bis etwa 60 m mächtige Weohsellagerung von Kalken und Dolomiten folgt. Erst über dieser relativ mächtigen Schicht carbonatischer Gesteine tritt dann der Gips auf, der durch Rauhwacken zum Hauptdolomit überleitet. Fehlt der Gips, so bilden Rauhwacken, die der mächtigen Kalk-Dolomitschicht folgen, den Uebergang zum Hauptdolomit. Die Raiblerschichten südlich des Malbuns sind schlechter auf- geschlossen. Es Hess sich dort kein zuamnicnhängendes Profil ge- winnen. Es sei nur bemerkt, dass die von Trümpy (1916) im Westhang der Nospitze angegebene Einfaltung von Hauptdolomit in die Raiblerschichten der Scholle I auf einer Verwechslung mit Raibierdolomit beruht, eine Tatsache, die auch Ampferer (1937a) bereits erkannte. S
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.