— 74 - Eine Verwechslung des Raibierdolomites mit Arlbergdolom.it liegt andererseits vor in der Triimpy'schen Interpretation der Verhältnisse beim Spitz in der Scholle II. Die 30 m Mächtigkeit erreichenden Dolomite, die hier zu zwei Malen mit Schiefern und Sandsteinen wechsellagern, hält er für Arlbergdolomit, der in stei- len Synklinalkernen die Raiblerschichten umschliesst. Nach meiner Ansicht handelt es sich jedoch um normal eingelagerte Raibierdo- lomite, die im ganzen etwas heller anwittern als der liegende Arl- bergdolomit. Für die damit auch anders ausfallende strukturelle Deutung dieser Stelle sei auf die tektonische Einzelbeschreibung verwiesen (siehe S. 126). Neben den bisher beschriebenen Schichtgliedern spielen nun auch noch Rauhwacken in den Raiblerschichten eine bedeutende Rolle. Sie lassen sich in sehr vielen Raibierprofilen nachweisen und erreichen oft eine bedeutende Mächtigkeit. In den meisten Fällen dürften sie tektonisch überprägt, ursprünglich jedoch sedi- mentärer Entstehung sein. An Hand der in meinem Untersuchungs- gebiet möglichen Beobachtungen kann nicht auf eine genetische Deutung ihrer Entstehung eingegangen werden, dazu müsste regio- nal weiter ausgeholt werden. Es handelt sich nach einer von R. Brunnschweiler (1948) vorgeschlagenen Nomenklatur vor allem um monomikte Trümmer-Rauhwacke und Netz-Rauhwacke, die meist in Verbindung mit Kalken und Dolomiten auftre- ten. Untergeordnet findet man auch Bröckel-Rauhwacke und poly- mikte Trümmer-Rauhwacke, die neben Dolomiten verschiedener Färbung auch grünliche Tonschieferfetzchen enthält. Ein rauhwak- keartiges Gestein, das am nördlichen Sassbach bei P. 1646 auftritt und Glaukonit-führende Gaultsandsteine enthält, könnte unter Um- ständen als Rauhwackenmylpnit bezeichnet werden; wahrschein- licher handelt es sich jedoch um eine verkittete, ältere Gehängebrec- cie, auf die in anderem Zusammenhang einzugehen sein wird (siehe S. 92). Trümpy (1916) stellt nun auch,zwei weitere Gesteinsarten zu den Raiblerschichten. Einmal handelt es sich hier um Diabase aus dem «oberen Malbuntobel» oder Schlucher und vom Schmelzi- kopf. Dass es sich beim Vorkommen des Schluchers keineswegs um Diabas, auch kaum um tuffogenen Sandstein handelt, sondern um
        

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