— 65 - knollen sind durch gelblich anwitterndes, tonig-kalkiges Material verkittet. Daraus hat die Verwitterung ein etwa 1 cm langes, fein geripptes Crinoidenstielglied herauspräpariert. 4. Arlbergschichten (Ladinien) In meinem Untersuchungsgebiet treten die Arlbergschichten in der Schönbergscholle und in der Augstenbergscholle auf, während die Gorfionscholle als höchstes Triasglied die Partnachschichten führt. Die Arlbergschichten bilden meistens Steilwände, die zwi- schen den weicheren Formen der Partnaohschiefer und der Raibier- schichten vermitteln. Vom Schönberg bis Gritsch verursachen sie den steilen Osthang des Saminatales und umschliessen auch den Kessel von Malbun. Sie erreichen eine durchschnittliche Mächtig- keit von ca. 400 m in der Schönbergscholle, während sie in der Augstenbergscholle zwischen 200 und 300 m mächtig werden dürf- ten. Aber auch innerhalb der einzelnen tektonischen Einheiten ist ihre Mächtigkeit relativ bedeutenden Schwankungen unterworfen, die wenigstens zum Teil sicher primären Ursprungs sind. Neben verschiedenen, in ihrer Bedeutung untergeordneten Ge- steinen besonderer Ausbildung führen die Arlbergschichten in er- ster Linie Kalke und Dolomite. Die typischen Kalke sind dunkel- grau bis schwarz, dicht bis feinzuckerkörnig und brechen immer eckig und splittrig. Ihre Anwitterungsflächen sind meist heller grau und etwas schwammig oder porös. Oft sind sie fein durchädert. Meist zeigen sie eine deutliche Schichtung, wobei die einzelnen Lagen zwischen 10 und 20 cm mächtig werden. Häufig sind sie aber auch dünngebankt bis fast plattig und können daneben auch eine massige Ausbildung zeigen, indem sich die Schiohffläohen seitlich verlieren und nicht mehr zu erkennen sind. Normalerweise sind diese ziemlich glatt und trennen die Bänke ohne jede Zwisohen- lagerung; zuweilen können sioh aber dünne Mergelschieferlagen einschalten. Neben diesem typischen, verhältnismässig leicht kennt- lichen Kalk, der die Hauptmasse des Arlbergkalkes ausmacht, finden sioh aber auch abweichende Varietäten, die sioh durch grö- bere Körnung oder hellere Färbung, die bis zu einem weissliohen Gelbgrau reichen kann, unterscheiden. Sie sind ohne erkennbare 'S
        

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