- 60 - 3. Partnachschichten (Ladinien) a. Daonellenschichten Trümpy (1916) schied die Grenzschichten zwischen Muschel- kalk und Partnachsehiefern als Daonellenschichten aus, sich dabei vor allem auf die Fossilführung stützend. Am bedeutsamsten war hierbei der Fund eines Protrachyceras R e i t z i (Bäck h.) M 0 J S., der für die untersten ladinischen Schichten leitend ist. Damit konnte das Alter der Daonellenschichten durch Trümpy eindeutig festgelegt werden. Leider blieb es bei diesem einzelnen Fund; auch mir gelang es nicht, ein weiteres Exemplar zu finden, obschon ich die Stelle südlich der Nospitze, aus der Tr ü m p y jenen Ammoniten gewann, eingehend durchsuchte. Häufiger sind die Daonellen, nach denen Trümpy diesen Schichtstoss benannte, obschon auch sie keineswegs so massenhaft aufzutreten scheinen, wie dieser Autor angibt. Ich konnte sie in kleinen Bruchstücken lediglich von der Fundstelle südlich der Nospitze und in den Dao- nellenschichten des Grosstobels (Vordervalorsch) nachweisen. Die Fragmente — eine vollkommen erhaltene Schale konnte ich nicht finden — zeigen ziemlich deutliche, tiefe Furchen, die nach einigen Bruchstücken zu schliessen, bis an den Schlossrand reichen. Die Rippen sind deutlich nicht gebündelt -und spalten sioh in einfacher Weise in wechselnden Abständen vom Wirbel. Eine eindeutige Be-' Stimmung kann nach E. von Mojsisovics (1874) nicht vor- genommen werden, da die Form der Schale nicht ersichtlich ist. Auf Grund der Rippenausbildung muss diese Muschel als D a o n e 1 1 a cf. parthanensis Schafhaeutl bezeichnet werden. Die Daonellenschichten bestehen aus einer mehrmaligen Wech- sellagerung von Reiflingerkalken und Partnachschiefern, denen sich audh grüne, sandige Tonschiefer einschalten können. Da der Kon- takt zwischen Muschelkalk und Partnachsehiefern häufig tektonisch stark überprägt ist, und zudem der reichlich anfallende Schutt der hangenden Partnachschiefer die Grenze oft verdeckt, sind die Dao.- nellenschichten nur selten aufgeschlossen. Ein einigermassen voll- ständiges Profil konnte ich. nur im Grosstobel aufnehmen, wo eine Sackung diese Schicht in schöner Weise entblösst hat. Ob dies die
        

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