— 49 - mindesten auf jurassisches Alter der Breccie schliessen. Es gelang mir nun nicht, eine auch annähernd so reiche Fauna nachzuweisen. Aeusserst selten fanden sich in den vielen Dünnschliffen sehr schlecht erhaltene Bruchstücke von biserialen und planispiralen Foraminiferen, die aber in Komponenten der Breccie zu liegen seheinen und sich kaum als Foraminiferen nachweisen, geschweige denn bestimmen Hessen. Die organischen Reste der dunklen Horn- steinkomponenten sind bereits erwähnt worden. Ausserdem finden sich in den Schliffen der rot pigmentierten -dolomitisehen Gesteine gelegentlich rundliche Pigmentaussparungen, die unter Umständen an Radiolarien erinnern können. Die prekären Fossilreste lieferten somit keine Anhaltspunkte über die Herkunft der Breccie. Rekapitulierend kann somit über den als Bettlerjochbreccie bekannten Gesteinskomplex gesagt werden, dass er zum grössten Teil aus grauem, untergeodnet auch aus rotem, mehr oder weniger stark verkieseltem Dolomit besteht. Die seltenen eigentlich klasti- schen Einstreuungen sind vorwiegend monogene Dolomitbreccien mit grobsandigem Zement. Lokal finden sich auch Kalke und dunk- le Hornsteine als Komponenten und rote, mergelige Schiefer als Grundmasse. Brauchbare Fossilien Hessen sich keine finden. Fest- zuhalten ist ausserdem die negative Aussage, dass Kristallin einer- seits und Radiolarit anderseits als Komponenten vollkommen zu fehlen scheinen. In seiner ersten Beschreibung der Bettlerjochbreccie verglich sie S e i d 1 i t z (1911) bereits mit der «Cenomanbreccie des Plessur- gebietes». Er erwähnt auch, dass sie an gewisse Varietäten der Falk- nisbreccie erinnert. T r ü m p y (1916) geht sodann des Näheren auf dieses Vorkom- men ein. Er unterscheidet dabei Breccien zweier verschiedener Ltitstehungsarten. Die sedimentäre, monogene Dolomitbreccie, aus der er eine relativ reiche Fauna angibt, allerdings ohne nähere Be- stimmungen, vergleicht er vor allem mit Liasbreccien und hält es «für sehr wahrscheinlich, dass diese Breccie des Bettlerjoch.es tat- sächlich einen Rest von tieferen ostalpinen Decken Graubündens darstellt, in denen ja Liasbreccien eine bedeutende Rolle spielen». Neben dieser sedimentären Breccie beschreibt er auch einen Riesen- 4
        

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