— 392 — zcitenwesen hinaus enthalten sie aber oft Kopien von Kirchen-, Altar- und Glockenweiheurkunden, Kopien von Ablassbullen, Ze- hent- und Wohltäterverzeichnisse, Rechtsentscheidungen, aber auch Zeitereignisse. So dienen diese Bücher — das gilt teilweise auch für das Eschner Jahrzeitenbuch — nicht nur für die Liturgie-, Fa- milien-, Orts-, Kirchen- und Landesgeschichte, sondern eV^nsosehr für die Siedlungs-, Wirtschafts-, Rechts- und Kunstge^inchte sowie für die Volkskunde (Henggeier, Das Schlachtjahrzeitenbuch der al- ten Eidgenossen, QSG. NF. II, Akten, Bd. 3, S. VII). Die grösste Bedeutung hat aber das Eschener Jahrzeitenbuch für die Familien- forschung und für die historische Geographie. Man könnte daraus eine Karte der Gemeinde Eschen seit Beginn des 15. Jahrhunderts entwerfen mit Strassen, Häusern samt Besitzernamen, Liegensehaf- ten, Wiesen, Weiden usf. — Nach Mitteilung von hochw. Herrn Kanonikus Frommelt soll auch ein altes Jahrzeitenibuch von Triesen vorhanden sein oder gewesen sein. Einige Literatur Aigrain, R., Liturgica, Paris 1935, S. 651 ff. Büchel, J. B., Geschichte der Pfarrei Eschen, Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein 1926, S. 20, 22, 60 f., 77 f., 91 ff., 99. Cabrol, F. — Leclercq, H., Dictionnaire d'archeologie ehretienne et de liturgie, IV. art. Defunts, art. Diptiques, XII. art. Mort. Henggeier, P. Rudolf, Die Jahrzeitenbücher der fünf Orte, Der Geschichtsfreund, Bd. 93 (1938) S. 1 ff. Jahrzeitbuch der Kirche St. Leonhard bei Ragaz vom Ende des 14. Jahrhunderts usf., Stiftsarchiv Pfävers, Cod. 6. enthält Einträge über Eschen. Vgl. oben Nr. 98. Jecklin, F., Jahrzeitenbuch der St. Amanduskirche zu Maieri- feld von 1475, JHGG. 42 (1912). Juvalt, Wolfgang von, Necrologium Curiense, Chur 1867. Merk, K. J., Die Totenmesse, Stuttgart 1924.
        

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