— 390 — 18. Eigenhändiger Abrogations-Eintrag von Pfarrer P; Carl Wid- mer vom 1. Mai 1654 auf fol. 29. 19. Auf fol. 1 rechts oben stehen von Händen des 19. Jahrhunderts die Signaturen: a) mit Bleistift: «III (20) 17b». b) mit Tinte: «K III T 17 F. Psi/Av. 2953». Dieses sind die früheren Archiv-Standorte und die Nummer im Aktenverzeichnis, das im Archiv handschriftlich aufbe- wahrt wird. Schicksal des Jahrzeitenbuches Nach diesen Erörterungen ist es nun auch möglich einige An- gaben über das Schicksal des Jahrzeitenbuches zu machen. Wir sa- hen, dass der erste Schreiber, Pfarrer Ammann, vieles aus einem älteren Jahrzeitenbuche, das etwa bis 1350 zurückreichte, übertrug. Laut Eintrag vom 5. XI in unserem Jahrzeitenbuch wurde 1448 die Kirche erweitert und verlängert und 1449 der Chor neu gebaut. Da hiezu u. a. auch Jahrzeitstiftungen angegriffen werden mussten, dürfte bei diesem Anlass das Jahrzeitenwesen überhaupt neu gere- gelt und das neue hier veröffentlichte Jahrzeitenbuch aufgenommen und angelegt worden sein, denn die ersten Einträge sind alle von der Hand des Eintrages vom 5. XI 1448/9. Schon die Kapläne Ammanns und dann seine Nachfolger haben dieses Jahrzeitenbuch fortgesetzt bis 1620, von welchem Jahre ein Eintrag datiert ist. Doch Pfarrer Franz Dietrich erneuerte während seiner Amtszeit (1586—1602) Pfrundhaus und Stall und «zierte auch den Hochaltar» (Poeschel, Kunstdenkmäler, S. 230). Dies war der Anfang durchgreifender Er- neuerungen, nicht nur auf baulichem Gebiet. 1620 wurden die Gü- lerverzeichnisse der Pfarrpfründe von 1513 und 1555 neu abge- schrieben (Büchel, Jahrbuch 1917, S. 32) und ein atkueller Auszug aus dem Jahrzeitenbuch auf Papier hergestellt (ebd. S. 31 unten und 1926, S. 93). Den Abschluss der baulichen Erneuerungen bildet die Konsekration der neuen Kirche mit drei Altären am 11. Januar 1640. Die Altäre wurden aber erst 1650/51 vollendet (Jahrbuch 1926, S. 78, Poeschel, S. 230). Am 28. Juli 1651 wurde auch die
        

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