— 385 — Schriften der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts 1. Schrift aus der Zeit nach ca. 1150, etwas grob und" leicht unre- gelmässig ausholend. Am 24. Februar notiert Hand 1 die Jahr- zeit des Hans Lienhart und daran anschliessend die Hand 4 : «Item vnd iiij dn. haut gelon Hartman sin sun . . .» Die Hand 4 kann also spätestens der auf Hand 1 folgenden Generation an- gehören. Sie notiert Stiftungen am : II 4. 8. 19. 24 III 11 Unter Nr. 4 sind möglicherweise mehr als eine Hand verborgen. Jedenfalls ist dies der Fall iu den Nachträgen 4' zu Hand 4 am 24. II und 11. III. 5. Mehr oder weniger grosse und regelmässig (20, 22. XI) bis un- regelmässige (19. VIII) Schrift aus der Zeit gegen Ende des 15. Jahrhunderts, wohl von verschiedenen gleichzeitigen Hän- den. Das eher lange Formular zeigt aber noch eine gewisse Gleichmässigkeit und Elemente, die noch deutlich von Hand 1 abhangen, wie z. B. die spezifierte Erwähnung der Altardienste gegen den Schluss der Einträge. Schrift 5 darf also zeitlich nicht allzuweit hinausgeschoben werden. Am 19. August wird übrigens die Herrschaft Brandis erwähnt, die 1507 aufhörte. Die Schrif- ten weisen noch ins 15. Jahrhundert. Hichcr gehören folgende Einträge: IV 21. 23 VIII 19 XI 20. 22 6. Hand 6, ebenfalls vom Ende des 15. Jahrhunderts, weist nur den Eintrag vom 23. XI auf. Schriften aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts Diese Schriften heben sich von denen des 15. Jahrhunderts da- durch ab, dass sich der typische Charakter der gotischen Kursive verliert und dass sich eine Uebergangsschrift zur modernen deut- schen Kurrentschrift entwickelt, die man als deutsche gotische Kur- sive bezeichnen mag. Merkwürdig sind darin z. B. die e. Es ist die typische Schrift der Reformationszeit. Sie hat etwas Eigensinnges
        

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