— 29 — 4. Aroser Schuppenzone Die der Aroser Schuppenzone entstammenden Gesteine bilden die charakteristischsten Bestandteile rder Quetschzonen des Unter- suchungsgebietes. Die Breccien, Radiolarite, Aptychenkalke und basischen Eruptiva fallen schon bei einer oberflächlichen Betrach- tung sofort auf. Bei näherer Untersuchnug erweist es sich aber weiterhin, dass der weitaus überwiegende Teil der Quetschzone mit grösster Wahrscheinlichkeit der Aroser Schuppenzone zuzurech- nen ist. Vertreter fast aller Schichtglieder dieser Zone, wie sie bei- spielsweise bei Klosters oder Arosa entwickelt ist, lassen sich in den Quetschzonen nachweisen. Auffällig ist jedoch, dass im Untersu- chungsgebiet kein einziges Vorkommen von Altkristallin der Aroser Schuppenzone gefunden werden konnte. Nach den Untersuchungen von W. H ä f n e r (1924), P. A r n i (1926) und A. S t a h e 1 (1926) scheint das Aroserzonenkristallin im Rätikon nur in der Gegend nördlich der Sulzfluh in grösserer Ausdehnung aufzutreten. In mei- nem Arbeitsgebiet finden sich Vertreter möglichen Perms, der «mesozoischen Schiefer», der Weissfluhserie (siehe S. 14, der Ra- diolarit- und Aptychenkalkserie und der Ophiolithe. Da aber diese Gesteine in regellosem Durcheinander in der bestenfalls nur wenige Meter mächtigen Quetschzone auftreten und man sich zudem auf rein lithologische Merkmale stützen muss, ist hier nicht die Stelle, eine eingehende Darstellung dieser Schichtreihe zu geben. Dafür sei auf die Arbeit von H. Grünau (1947) und die meines Freundes R. Gees verwiesen, der die Aroser Schuppenzone der Gegend von Klosters einer Neubearbeitung unterzieht. Hier soll in Kürze auf die vorhandenen Schichtglieder eingegangen werden. a. Verrucano-Buntsandstein Im Valorschbachbett in der Nähe des Sohmelzikopfes fand sich ein kleiner Aufsohluss von glimmerführendem, rotem Tonschiefer und feinstkörnigem, massivem, rötlichem Quarzit, die mit Vorbehalt als Servino (bunte permisohe Schiefer) und Buntsandstein der Aro- ser Schuppenzone betrachtet werden können.
        

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