- 28 - Diese intensive Durchdringung des Granits durch Calcit ist ivohl auf die bei der Mylonitisierung mobilisierten Calcitlösungen zurückzuführen. Die Erklärung der Herkunft des Calcits stösst auf keine Schwierigkeiten, da der Granit im Verband der Sulzfluhdecke wie auch in der Quetschzone in engsten Kontakt mit Kalken tritt. Nach einer mündlichen Mitteilung meines Freundes R. Gees ist diese weitgehende Carbonatisierung des Sulzfluhgranites durchaus vergleichbar mit der entsprechenden Erscheinung im Altkristallin der Aroser Schuppenzone. Den Sulzfluhgranit fand ich in der Quetschzone des Schluchers, allerdings nicht anstehend, sondern zusammen mit roten und grü- nen, sandigen Mergelschiefern in abgesackten Gipsmassen. Ausser- dem ist er in der Quetschzone nördlich des Bettlerjoche« mehrfach, sowie auch südlich dieses Ueberganges an einer Stelle zu erkennen. Trümpy (1916), der die Vorkommen am Bettlerjoch auch schon kannte, erwähnt den Granit ausserdem aus der Quetschzone am Hundstein, wo ich das Gestein nicht finden konnte. Schön A m p - f e r e r (1937a) suchte den Granit vergeblich; er sagt, dass die ent- sprechende Angabe Trümpy'« «auf einer Ortsverwechsluug beruhen» müsse. Auch aus dem Valorsch und vom Hahnenspiel be- schreibt Trümpy Schollen von Sulzfluhgranit, die ich, ebenso- wenig wie Schumacher (1929) finden konnte. Die Couches rouges sind dem Flysch des Valorschtales einge- lagert und treten am Tönikopf und unterhalb der Terrasse von Mittlervalorsoh mehrfach in grösseren Linsen auf. Sie sind in durch- aus normaler Weise als tonige, flaserige, graue Kalke ausgebildet. Da, wie beispielweise Tr ü m p y (1916) und C a d i s c h (1921) ausführen, _die Couches rouges der Falknis- und der Sulzfluhdecke eich nicht unterscheiden lassen, kann über die Zugehörigkeit der im Valorschtal auftretenden Linsen nichts Bestimmtes ausgesagt werden. Wie andernorts ausgeführt wird, neige ich aus tektonischen Gründen eher zur Annahme, dass ßie aus dem Verband der Sulzfluh- decke stammen. Im Dünnschliff zeigen sie dichten bis feinstkörnigen Calcit mit wenigen, bis max. 0.07 mm grossen Quarzkörnchen und sehr seltenem Glaukonit. Sie führen zahlreiche, z. T. recht dickwandige Globigerinen und einige Globorotalien.
        

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