— 255 — Bericht über die Untersuchungen der Bodenproben. Schneller, Probe vom 21. 7. 1950. Feld 6 auf der Steinlage Die Probe enthält keine Humusstoffe. Die schwarze Färbung beruht also rein auf Kohle. Aber nur wenige kleine Holzkohle- stückchen, z. T. von dünnen Zweigen, zeugen davon, dass hier Holz verbrannt worden ist. Ausser einigen Scherhenresten und wenigen kleinen, unverbrannten Knochenstückchen besieht die Hauptmasse des durch das 0,5 mm-Sieb geschlämmten Probenrückstandes aus kleinen schwarz verkohlten und weiss kalzinierten kleinen Knochen- fragmenten. Die Knochenstücke und die winzigen Gelenkbruch- stücke erwecken den Eindruck, als ob es sich nur um Tierknochen handle. Eine nähere Bestimmung ist unmöglich. Schneller, Probe vom 29. 9. 1950 Feld 8 Asche auf Fels ganz unten. Auch diese schwarze Erde enthält keine Hurnusstoffe. An Holz- kohle sind nur ganz wenige Flimmerchen erhalten. Die Knochen sind stärker verbrannt als in der vorigen Probe, d. h. die kalzinier- ten Knochenstückchen überwiegen über die verkohlten. Nur zwei kleine Knochenfragmente sind unverbrannt. Auch hier macht das Ganze den Eindruck von Tierknochen. Vor allem einige Phalangen- bruchstücke stammen sicher von einem kleinen Wiederkäuer. Eine nähere Bestimmung der kleinen Bruchstücke ist unmöglich. Beide Proben erwecken den Eindruck, als ob hier nicht nur Mahlzeitreste vorlägen, sondern wie wenn die Knochen direkt zum Feuern verwendet worden seien. Der Gedanke eines Verhrennungs- platzes (Ustrina) taucht auf, jedoch fehlen zum Beweis die eindeu- tig menschlichen Knochen. Freiburg i. Er., den 26. Nov. 1951 E. Schmid
        

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