— 24 — B. Quetschzone 1. Flysch Der in meinem Untersuehungsgebiet aufgeschlossene Flysch, der zur Unterlage der Lechtaldecke gehört, bildet nicht einen Be- standteil der Quetschzone im engeren Sinne. Er möge aber doch im Zusammenhang mit ihr besprochen werden, da er in tektonisch entsprechender Stellung auftritt und sich als sohollentrennendes Element zwischen Drei Sohwestern-Gallinakopf- und Schönberg- scholle einschaltet. Er bildet die Ost-West streichende Zone Bar- gella-Valors oh und tritt im Saminatal in der Gegend der Schnee- flucht ins Untersuchungsgebiet ein. In verhältnismässig bedeuten- der Mächtigkeit zieht er sich über die Terrasse von Mittlervalorsch hinauf, deren Verflacbung er mit seinen weicheren Gesteinen be- dingt, und lässt sich in einigen Aufschlüssen noch im Valorschbaoh- bett in der Nähe des Schmelzikopfes feststellen. Im Streichen tritt nun an seine Stelle die oberostalpine Farntohelscbuppe, deren Partnachschichten bisher als Flysch betrachtet wurden (Schu- macher, 1929; A m p f e r e r , 1937a). Tatsächlich handelt es sich aber bei der im Farntobel aufgeschlossenen Schieferserie um unzweideutige Partnachschiefer, während der Flysch vom Valorech- bach an gegen Osten bis zum Guschgfieljooh kaum mehr aufge- schlossen ist. An der Basis der .Farntobelschuppe, zwischen dieser und der Schrägfläche des Hauptdolomite des Gallinäkopfes finden 6ich in drei kleinen Anrissen beim Rietboden und Bremstallsattel graue Mergelschiefer und kieselige Kalke, zum Teil mit Glaukonit, die vermutlich dem Flysch zuzusprechen sind. Die wenigen, unzusammehängenden Aufschlüsse gestatten kei- nen genaueren Einblick in die Schichtfolge dieser Flyschzone. In erster Linie handelt es 6ich um tonig-kalkige, plattig brechende, staubiggraue Schiefer mit Helminthoiden und um dichte, etwas tonige, plattige graue Kalke, die in wenig mächtigen Bänkchen den Schiefern eingelagert sind. Im Dünnschliff zeigen diese Gesteine feinstkörnigen, von toniger Substanz durchsetzten Calcit mit meist geringen Mengen selten schwach gerundeter, mei- stens eckiger, bis 0,1 mm grosser Quarzkörnchen. Wenig Glaukonit. Gelegentlich etwas Plagioklas und Glimmerschüppchen. Neben lokal häufigen, calcitisierten
        

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