— 235 — b) Keramik derjüngereoS ei i c Ji t Der weitaus grösste Teil der Keramik, die wir 'in der schwar- zen Schicht mit den vielen verbrannten Knochen fanden, gehört zu der Art, wie sie auf den Abbildungen 17 und 18 zu sehen ist. Es sind dünnwandige, gut gebrannte, dunkelfarbige, henkellose Ge- fässe, schön profiliert, oft mit stark betonter Schulter. Sie sind zum Teil glatt und unverziert. Bei den verzierten Gefässen beschränkt sich die Verzierung meist auf die Hals- und Schulterpartie. Oft ist ein gut ausgebildeter Standring da, dessen Rand nicht selten mit Kerben verziert ist (Beispiele Abb. 17. 7. u. 8). Von etwa zehn Ge- fässen sind ganze Profile vorhanden, so dass sie ergänzt werden können. Dabei sind auch vier dickwandige Schalen, unverziert, mit eingezogenem Rand (Abb. 18. 9, 10, 11, 12). Gleiche und ähnliche Stücke, wie die auf Abb. 17 u. 18 haben wir aus den Grabungen vom Lutzengütle (1942 — 45)1) B. Frei macht uns darauf aufmerksam, dass er ähnliche Scherben auch in der soeben, im Herbst 1951, auf dem Montlingerberg durchgeführ- ten Grabung, im späteisenzeitlichen Horizont gefunden hat und dass auch die Ausgrabungen auf Castels bei Mels Parallelen zu unserer Keramik ergeben habe. Grosse Aehnliehkeit mit unsern Funden hat auch ein Teil der auf der Luziensteig gefundenen Keramik.2) Auf der Neuburg bei Götzis hat E. Vonbank Scherben gefunden, die in Profil und Dekor unsern Stücken entsprechen. Ganz unten aus der schwarzen Schicht haben .wir dann noch einige Scherben, die wohl grösstenteils zur sogenannten Melauner Kultur zu rechnen sind (Abb. 19) und von der es Parallelen von Gutenberg, dem Montlingerberg, von Bludenz,3) aber auch vom Lutzengütle gibt. Etwas aus dieser Art fallen aber die Stücke von Abb. 20. Einzelne davon haben auch wieder ihre Verwandten auf der Luziensteig und in )Bludenz. 1) Vergl. Grabungsberichte im Jahrb. d. Histor. Vereins, Bd. 42 / 43 / 44 / 45. 2) 67. Jahresbericht d. Histor. Antiquar. Gesellsch. v. Graubünden, Jahrg. 1937, K. Keller-Tarnuzzer, Römische Kalköfen auf Luzisteig. 3) A. Hild, Funde der Aelteren und der Jüngeren Eisenzeit in Bludenz (Vorarlberg).
        

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