— 22 — Schichtstössen karbonatisclier Gesteine eine viel eintönigere Schicht- reihe auf. Infolgedessen zeigt ihr Baustil eine mehr oder weniger intensive Schuppenbildung bei untergeordneter Verwaltung. Trümpy (1916) hat diese Schuppen'eingehend beschrieben, doch haben sich gerade hier auf Grund der Neuaufnahmen abweichende Auffas- sungen ergeben. Demnach wird der Hauptteil des untersuchten Gebietes von der Scholle I eingenommen. Sie umfasst Gallinakopf, Schönberg, Ochsenkopf, Hahnenspiel und reicht mit ihrem Südende bis zum Kontakt mit der Falknisdecke im Hintergründe des Samina- tales. Durch die Flyschzone des Valorschtales wird sie zweigeteilt. Der Südteil, die Schönbergscholle mit der kleinen FarntobeUchuppe, ist in einer späteren Bewegungsphase von der zugehörigen Haupt- masse der Scholle I getrennt und ei/i Stück weit selbständig nach Norden verschoben worden, wobei an ihrer Basis der liegende Flysch ebenfalls hochgestossen wurde. Die Scholle I wird von der Scholle II überlagert. Diese baut Nospitz, Augstenberg und Sareiser Alp auf und weist am Augstenberg ihrerseits wieder eine kleine Unterschuppe auf. Als höchstes Element der Lechtaldecke tritt die Gorfionscholle auf, die hauptsächlich wegen ihrer schön ausgebil- deten Reliefübersohiebung auf Scholle II das Interesse zu erwecken vermag. Alle diese oberostalpinen Schollen führen an ihrer Basis Gesteine der Quetsohzone, die die Ueberschiebungsflächen durch ihre Fremdartigkeit kennzeichnen. IV. Stratigraphie A.. Falknisdecke Zugleich mit der ersten tektonischen Beschreibung der Falknis- decke gab' Trümpy (1916) auch eine eingehende Schilderung ihrer Stratigraphie. Da mein Freund F. Allemann Tektonik und Stratigraphie der Falknisdecke neuerdings untersucht, erübrigt es sich hier des Näheren auf diese Schichtfolge einzugehen. Zudem findet sich im vorliegenden Untersuchungsgebiet nirgends eine nor- male Mächtigkeit; entweder sind die Horizonte tektonisch mehrfach wiederholt, wie zum Beispiel die Couches rouges des Unterbaues
        

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