— 224 — Süden fällt der Schneller gegen den Weiler Aspen im Gemeindege- biet Eschen und gegen Norden zum Weiler Salums, Gemeinde Gam- prin ab, und seine Konturen verlieren sich auf beiden Seiten am Bergabhang. Dem Fundplatz ist gegen Westen eine 
1 — 2 m höhe Felsrippe vorgelagert, die beim westlichen Messpunkt noch recht schmal ist, sich gegen Süden zu bis auf 10 m verbreitert und am Südabhang allmählich wieder auskeilt. So bildete der Fundplatz eine leichte natürliche Mulde, die zum grossen Teil mit der schon erwähnten schwarzen Kulturschicht ausgefüllt war. (vergl. Abb. 2) Der Grabungsplatz liegt im Gebiet der Gemeinde Eschen. Doch verläuft die Gemeindegrenze gegen Gamprin, sowohl im Norden als auch im Osten, hart am Plate vorbei. Der ganze Schneller war bis vor kurze in noch bewaldet. Der Wald bestand hauptsächlich aus Tannen und Fichten; zur Zeit des Grabungsheginns war der nörd- liche Teil eben geschlagen worden. Auf dem südlichen Teil des Platzes mussten noch eine Anzahl Bäume entfernt werden. Durch Baumstrünke und Wurzelwerk wurde die Grabung natürlicher- weise erschwert. Die Grabung ') Mit der Grabung auf dem Schneller wurde im September 1949 begonnen. Während sieben Tagen wurde mit fünf Mann gearbeitet. Von dem nördlichen Hügelabhang her wurde zunächst Schnitt 1 gegen die Hügelmitte ausgeführt (vergl. Abb. 1 Situation und Abb. 3 Profil 1). Ganz nördlich erschien in 30 cm Tiefe schon der Fels. Die darüber liegende Erdschicht war bräunlich und lieferte einige untypsche Scherben. Gegen Süden zu senkte sich der Fels, darüber lag eine gelbe Lösschicht. Die oberste Schicht war hier schwarz und dichter mit verbrannten Knochen und auch mit Scherben durch- setzt, dabei waren auch solche aus Graphitton mit Kammstrich. Etwa von Meter 3 an lag unter der oberen schwarzen Schicht noch eine leichte Lage von kleinen, plattigen Steinen und darunter, direkt auf dem Löss, eine bräunliche Schicht, etwa 15 cm stark, in der, besonders im nördlichen Teil des Schnittes, massenhaft Scherben ') Vergl. auch den vorläufigen Bericht über die Grabung 1949/50 in Jahrb. 1950 S. 135 — 136, D. Beck, Ausgrabung Schneller 1949/50.
        

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