— 207 — Unsere deutschen Flur- und Ortsnamen ' von Alexander Frick Schon viele in- und ausländische Forscher haben in zahlreichen kleineren und grösseren Abhandlungen versucht, unsere? keltischen und romanischen Flurnamen zu deuten. Bei der teilweiße recht ar- gen Verstümmelung derselben ist die« vielfach kein leichtes Unter- fangen und so ist es auch nicht allzu verwunderlich, dass die Sprach- gelehrten dabei oft zu stark von einander abweichenden Resultaten gelangten. Die Erforschung und Deutung unserer vordeutschen Flur- und Ortsbezeichnungen ist noch lange nicht endgültig abge- schlossen, aber •— über das müssen wir uns klar sein — nur Ge- lehrte mit reichen Sprachkenntnissen und jahrelanger Erfahrung dürfen sich an diese schwierige Aufgabe wagen. Im eben erschienenen Septemberheft der Monatsschrift «Natur und Kultur», herausgegeben vom Herold-Verlag München, wird übrigens von einer Theorie geschrieben, nach welcher in vorge- schichtlicher Zeit,, in der Jüngeren Steinzeit, also etwa 5000 — 1900 v. Chr., eine einheitliche «Weltsprache» bestanden haben müsse, die nicht nur in ganz. Europa und in. Nordafrika gesprochen worden sei, sondern die ihren Weg 
von iVer Urheimat in Zentral- asien aus nach Vorderindien und von da über die vorderasiatische Brücke (Iran, Mesopotamien, Kleinasien) nach Europa und Nord- afrika genommen habe. Es handelt sich dabei um die drawidische Sprache, die heute noch von etwa 60 Millionen Menschen in Sücj- indien und Ceylon gesprochen wird. Begründet wird diese Hypo- these mit-der Tatsache, dass mit" den herkömmlichen Mitfein der indogermanischen Sprachwissenschaft es Unmöglich erscheine, Auf- hellung in das Dunkel zu bringen, das viele der früheuropäischen Fluss-, Berg-, Stamm- und Landschaftsnamen immer Wcfi' umgebe. Es werden dann in diesem Zusammenhange bedeutendste Namen genannt wie: Rhein, Donau, Oder, Elbei Ahfen, Tauern, Karpathen, Goten, Sueb|n, Alemannen,- jä sogar auch die Gesamtnamen Ger-
        

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