— 194 — Westen an, so da«e sich der Druck in einer Bewegung der Scholle II gegenüber der Raibierunterlage auswirkte. (Prof. 6.) Wenig weiter nördlich jedoch fällt die Ueberschiebungsfläche der Scholle II be- deutend steiler gegen Osten ein; deswegen löste der Druck nicht eine Bewegung zwischen der Scholle I und II aus, sondern spielte innerhalb der Scholle II. (Prof. 5.) Möglicherweise ist die flache Wellung des Muschelkalks, wie sie sich im Hintergrund des Malbuns feststellen lässt, auch dieser Ursache zuzuschreiben. Jedenfalls aber folgten die Partnachschiefer der Pressung und legten sich, diskor- dant nach Westen übergreifend, über die von der Erosion ent- blössten Schichtköpfe des Muschelkalks, der seinerseits wegen der steileren Böschung im Liegenden nicht ebenfalls nach Westen aus- weichen konnte. Im Nordabfall des Hubeis lässt sich diese Tatsache deutlich sehen. (Fig. 15) Bis ungefähr nördlich P. 2150 fallen Muschelkalk und Partnachschiefer konkordant nach Osten ein. Ge- gen die Tälehöhe zu behält der Muschelkalk nun seine Lage bei, streicht N — S und fällt mit ca. 50° gegen E. Demgemäss sollten die Partnachschiefer gegen den höchsten Punkt des Hubel ziehen; statt dessen aber behalten sie ihre Höhenlage und reichen mit' hori- zontaler Kontaktfläche weiter gegen Westen zur Tälehöhe, wo sie beinahe mit der an der Basis des Muschelkalks liegenden Quetsch- zone in Berührung kommen. Diese Erscheinung lässt sich nur er- klären, wenn angenommen wird, dass die Erosion bier die Schicht- reihe bereits angeschnitten hatte, bevor die junge E — W Bewe- gung einsetzte, die dann die Partnachschiefer unabhängig von der Unterlage nach Westen vorstiess. Dieser Bewegung folgte auch der hangende Arlbergdolomit. Mit diesen Stellen — Gorfionscholle, Augstenberg, Hubel und Tälehöhe — erschöpfen sich nun aber die nachweisbaren Einflüsse der E — W Bewegung in meinem Untersuchungsgebiet. A m p - f e r e r führt noch andere Beweise an, die ich aber nicht über- nehmen kann. Nach ihm (1937,a) ist die oberste Partnachschiefer- lage des Hundsteins, die er zum Verkehrtschenkel der Mulde der Scholle I zählt, steilgestellt als eine Folge des letzten Anschuhe der Scholle II von Ost nach West. Da der betreffende Aufschlues aber nur durch einen seichten Anriss gebildet wird, lässt sich die sichere Lage dieser Schiefer nicht bestimmen; ausserdem fällt diese Den-
        

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