IL Historisches Die geschichtliche Entwicklung der geologischen Erforschung des Rätikons ist schon verschiedentlich dargetellt worden. Für die Zeit bis etwa 1920 sei auf die Ausführungen von D. Trümpy (1916) und J. Cadisch (1921) verwiesen, die die Arbeiten der älteren Autoren einer kritischen Würdigung unterziehen. Die Arbeit Triimpy's (1916) kann als Wendepunkt der geo- logischen Erkenntnis zumindest des westlichen Rätikons gelten. In seiner bahnbrechenden Dissertation gibt er eine Schilderung der geo- logischen Verhältnisse dieses Gebietes, die noch heute als Grundlage jeder weiteren Forschung dienen muss. Als erster in diesem Gebiet, der die Ergebnisse der Deckenlehre in konsequenter Weise anwen- det, erkennt und unterscheidet er die verschiedenen tektonischen Elemente und deren gegenseitige Beziehungen. Aber auch die Kenntnis der Stratigraphie, insbesondere der von ihm benannten Falknisdecke, deren Schiohtreihe er zum ersten Mal richtig zu gliedern versteht, wird durch ihn stark gefördert. Die südliche Randkette des westlichen Rätikons ist es vor allem, die er eingehend untersucht und kartiert. Seine Karte im Maßstab 1 : 25'000 reicht gegen Norden (bis zur Valüna und dem Augstenbeng im Fürstentum Liechtenstein. Das nördlich und nordöstlich anschliessende Gebiet unterzieht er im Textteil seiner Publikation einer eingehenden Würdigung und beschreibt so das ganze in der vorliegenden Arbeit zur Behandlung stehende Gebiet. Es wird deshalb immer und immer wieder auf diese Ausführungen T r ü m p y ' s hinzuweisen sein. Nach der Aufnahme Trümpy's sollten über zehn Jahre vergehen, bis Liechtenstein wieder geologisch eingehend untersucht wurde. Chr. Schumacher (1929) beschreibt und kartiert für seine der Technischen Hoohschule in Berlin eingereichte Disser- tation das nördlich an die Karte Trümpy's anschliessende Gebiet. Da als topographische Unterlage die sogenannte Grosse österrei- chische Generalsstabkarte im Maßstab 1 : 25'000 mit schwarzen Schraffen und 100 m Höhenkurven sich als unbrauchbar erwies, war Schumacher gezwungen, eine »einen Zwecken genügende Karte selbst zu zeichnen. Leider kann man sich nicht des Eindrucks er-
        

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