— 176 — Bei der tektonischen Einzelbeschreibung wurde erwähnt, dass Flugaufnahmen auf das Vorhandensein einer Bruchzone hindeuten, die sich von Matta über Sass Fürkle zum Stachler zieht. Von Westen her streichen Raiblerkalke und -dolomite der Schönberg- scholle bis an sie heran; östlich davon findet sich aber nur noch Gips. Es erscheint nun wahrscheinlich, dass auch diese Zone mit der Ablösung der Schönbergscholle in Zusammenhang zu bringen ist. Möglicherweise könnte sie den Verlauf der Scherflächen oder der Ostgrenze der Schönbergscholle andeuten oder dann eine der Verwerfung in der Nordwand des Schönberges entsprechende Struktur abzeichnen. c. Anhang Es soll nun noch versucht werden, die Stellung der Scholle I auf Liechtensteinischem Gebiet im grösseren Zusammenhang der Lechtaldecke auf Grund einer von M. Richter gegebenen Ueber- sicht (1930) nach Möglichkeit abzuklären. In seiner Arbeit «Die Struktur der nördlichen Kalkalpen zwi- schen Rhein und Inn» (1930) gliedert Richter das Oberostalpin in Deckensättel und Deckenmulden und sieht darin den Schlüssel zur Tektonik. Der Nordseite des Klostertales entlang streicht eine durchgehende Aufwölbung, die Richter als Klostertalsattel be- zeichnet. Nördlich an sie schliesst die grosse Lechtaldecken- inulde an. Vom Radonatobel östlich Dalaas im Klostertal an gegen Westen bildet sich der Südschenkel des Sattels stärker aus und ent- wickelt sich zur Scesaplanascholle. Die Sattelzone streicht über Blu- denz und Brand (nördlich der Scesaplana) zum Amatschonjoch und zur Hornspitze im Hintergrund des Gamperdonatales. Es tritt also durch die Ueberschiebung des Klostertalsattels im Rätikon eine Zer- legung in Schuppen ein. Auch die Gorfionscholle wird von Rich- ter dieser Sattelzone zugesprochen. Es müsste nun aber ebenso die in ihrem Umfang bedeutend beschnittene Scholle II in die gleiche Zone gestellt werden; allerdings ist sie in beträchtlichem Masse über den Nordfliigel des Sattels überschoben worden. Auch nördlich von Bludenz besteht nach Richter eine ent- sprechende Aufwölbung der Lechtaldecke, die er als Deckensattel von Nüziders bezeichnet. Vota Jphanneskopf nordwestlich der Ro-i
        

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