— 167 — Was das Auftreten der Scholle III betrifft, so übernehme ich ohne Aenderungen die von Trümpy (1916) gegebene Darstel- lung. So umfasst sie Muschelkalk bis Raiblerschichten und bildet in erster Linie den Gorfion, wobei sie an der Basis kleinere Teil- schuppen aufweist. Dann gehören zu ihr die Klippen auf der Sa- reiser Alp, die Wände unterhalb der Panüelalpe, von wo sie mit ihren Arlbergschichten in die Basis des Schildwächters hinein- streicht. Auf der Setsch Alpe verschwindet sie zwischen Scholle II und IV. b. Entstehung Im Folgenden soll versucht werden, die vermutliche Abfolge der Vorgänge darzustellen, die zum heutigen Bau der Scholle I im Untersuchungsgebiet geführt haben. Dabei sollen tektonische Ein- zelbeobachtungen in einen allgemeinen Rahmen gestellt und gleich- zeitig eine mögliche Erklärungsweise für deren Entstehung beige- bracht werden. Die Zuweisung der einzelnen Erscheinungen zu den orogenen Phasen, wie sie Trümpy (1916) aufgestellt hat, kann nur rein schematisch sein und hat lediglioh den Wert, ein zeitliches Gerüst zu schaffen. Genauere diesbezügliche Angaben hätten sich auf weitere Untersuchungen zu stützen, die sich vor allem auch in regionaler Hinsicht weiter ausdehnen müssten. In den ostalpinen Phasen nach Trümpy dürfte die Lechtal- decke im Rätikon als mehr oder weniger einheitliche Platte über- schoben worden sein. An der Basis muss sie bereits Gesteine der Aroser Schuppenzone und der Sulzfluhdecke als passive Schub- fetzen mitgeführt haben. Die Bewegung war von Südosten nach Nordwesten gerichtet und führte zu den grossangelegten SW — NE streichenden Falten, wie sie die verschiedenen Hauptdolomitkom- plexe aufweisen. So war die Fundelkopfmulde bereits damals aus- gebildet. Ebenso gehört die Entstehung der Gamptalantiklinale in diese frühen Phasen. Dabei hat der Hauptdolomit bestimmt zusam- menhängend grössere Flächen eingenommen als sich heute beweisen lässt; denn dessen heutige Verteilung ist meines Erachtens nicht auf primäre Ursachen zurückzuführen, sondern eine Folge der Ero- sion. So wurde die Gamptalantiklinale als geschlossene Aufwölbung ausgebildet, wobei der Hauptdolomit aber auch noch weite Teile
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.