— 164 — möchte, dessen südwestlicher Teil bei einer jüngeren Ueberschie- bungsphase kurzfristige Bewegungen durchführte, wobei dieser selbständige Vorschub durch die Eingriffe der Erosion ermöglicht wurde. b. Südgebiet Auch hier haben sich nach dem weiter oben Besprochenen Tatsachen ergeben, aus denen die Konsequenzen gezogen werden müssen. Nach den Untersuchungen T r ü m p y 's (1916) scheint es ausser Zweifel zu stehen, dass die Arlbergschichten am Fusse des Schildwächters zur Scholle III gehören. Ebenso sicher wird nach Verdam (1928) der Hauptdolomit des Fundelkopfes im Süden von einer Quetschzone begrenzt. Demzufolge muss die mittlere Trias des Hanges nordöstlich des Nenzinger Himmels zu einer Scholle ge- rechnet werden, die weder mit dem Fundelkopf zusammenhängt noch mit der Gorfionscholle. Diese Serie verbindet sich aber zwangsläufig mit der Unterlage der Sareiser Alp, die ununterbro- chen bis in die Nospitze verfolgt werden kann, wo sie dem Südteil der Scholle I aufliegt; sie gehört demnach eindeutig zu Scholle II. Als einziger Ausweg bleibt die Annahme, dass der Hauptdolomit des Fundelkopfes nicht der Scholle II zugerechnet werden kann. Die Hauptdolomitmulde Fundelkopf-Alpilakopf streicht SW — NE, ist also auf die ostalpine Phase T r ü m p y 's zurückzuführen. Vom Einschnitt des Gamperdonatales an nach Westen biegt sie aber plötzlich in E — W Streichen um, was auf den Einfluss der schollen- bildenden oder penninischen Phasen hinweist. Schon deshalb wäre zu erwarten, dass am Südfuss des Rauben Berges eine Schollen- grenze auftreten müsste. Nach Verdam, der hier allerdings, wohl infolge einer Verwechslung der Himmelsrichtungen, eine etwas ver- worrene Schilderung gibt, wurde dieses Umbiegung schon früher in SW — NE Richtung gefalteter Strukturen durch den Anprall der Scholle III verursacht. Es erscheint nun wenig glaubhaft, dass die nur geringmächtige Scholle III die ganze Masse des Hauptdo- lomits so entscheidend zu beeinflussen vermochte. Ausserdem neige ich mit Ampferer zur Ansicht, dass die Scholle III durch einen jungen E — W gerichteten Schub in ihre heutige Lage gebracht wurde. Es muss also das Streichen der Mulde des Gamsgrates auf
        

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