— 154 — tlass die Gesteine nördlich'des Mattajöchs zii den Raiblerschichten gehören. Es möge hier noch ein Satz wörtlich zitiert werden, mit dem Verdam — nach meiner Auffassung —• den tatsächlichen Verhältnissen nahekam: «Auf den ersten Blick wäre man geneigt, diesen Komplex (Guschgfiel) als den unteren Teil von Scholle II zu betrachten, doch diese endet am Mattler-Joch, wo ihre Unter- lage (die Aroser-Gesteine) zutage tritt.» Im Nordabfall des Klamperschroffens sieht Verdam nur eine Scholle. Er findet hier das von einigen Verwerfungen durch- zogene vollständige Triasprofil vom basalen anisischen Kalk zum Hauptdolomit der Mondspitze, ohne dass sich irgendwo eine Wieder- holung infolge Vorhandenseins von Schuppe I zeigen würde. Dage- gen beschreibt er im Gebiet zwischen Nenzing und Schneiderstein verschiedene grössere Bergstürze, deren Abrissnischen in den darü- ber liegenden Wänden zu sehen sind. Die Häufung der Stürze an dieser Stelle führt er darauf zurück, dass der Illgletscher durch das Hinzufliessen des Grossen Walsergletschers gegen den südlichen Talhang gepresst wurde, wobei seine Erosionskraft bedeutend zu- nahm, und dass die Flyschunterlage der Lechtaldecke sich vorzüg- lich zu einer Unterhöhlung der an sich widerstandfähigen Triasge- steine eignete. Diese Bergstürze erzeugten nun eine scheinbare Dop- pelung der Triasserie, wodurch Trümpy und Gubler veran- lasst wurden, ihre Scholle I so weit nach Osten zu ziehen. Auch der Dolomit des Hängenden Steins sei in Wirklichkeit anisischer Dolo- mit. «Gubler's Schubflächen sind aber bloss Gleitflächen der Bergstürze, durch welche das Gestein lokal etwas zerrüttet er- scheint.» Festzuhalten ist, dass wir nach Verdam, der diese Gebiete im Detail kartierte, östlich des Mengbaches nur noch eine Scholle der Lechtaldecke am Nordrand des Rätikons finden, deren normale Triasserie ohne weitergehende Komplikationen vom Muschelkalk zum Hauptdolomit reicht. Chr. Schumacher (1929) Schumacher übernimmt weitgehend die Auffassung T r ü in p y 's. Auch er zieht am Mattajoch die Trennung zwischen Scholle I und II. Dagegen berichtigt er die Trümpy 'sehe Schil-
        

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