— 147 — Die Verschuppungszone des Rückens von P. 2061.7 setzt sich an der Basis der Scholle II nach Norden fort zum Hundstäle, zur Tälehöhe und Nospitze und ins Malbun, wobei sie ihre anfängliche Mächtigkeit schon am Hundsstein eingebüsst hat und nur noch als verhältnismässig dünne Lage als Deckenscheider auftritt. Aber nicht nur an der Basis von II zieht sie durch. Wie bereits erwähnt wurde, dünnt die Scholle II gegen Süden rasch aus. Am weitesten zieht der Hauptdolomit der Augstenbergschuppe, der erst etwas südlich von Schmalstich als 6tumpfer Keil endet. (Prof. 11.) Dieser Keil steckt ganz in der Verschuppungszone des Rückens von P. 2061.7 und teilt sie in eine liegende und eine hangende Lage. Die untere haben wir eben beschrieben; die obere zieht zunächst als Überwachserres Gesimse unter dem Muschelkalk der Schuppe von P. 2251 ansteigend gegen Norden, umzieht den südlichen Augsten- berggipfel und bildet die Quetschzone an der Basis der Gorfion- scholle. Diese Schilderung deckt sich nun nicht mit der Darstellung D. T r ü m p y's (1916). Auf seiner Karte zieht dieser Autor die Schichtreihe des Augstenberges (den er ja für Arlbergdolomit hält) über den Rücken von P. 2061.7 nach Süden und lässt sie erst hier auskeilen. Offensichtlich fasste er bei der Beschreibung dieses Rückens den erwähnten Dolomitblock im Hangenden der Schiefer- lage der Quetschzone auf 2120 m als Fortsetzung des Dolomits des Augstenberges auf. Wahrscheinlich gelangte er zu dieser Auffassung, da er die Schieferlage der Quetschzone als Partnachschiefer be- trachtete und die Bettlerjochbreccie, die hier meist als von Kiesel- schnüren durchsetzter Dolomit ausgebildet ist und nur lokal brec- eiöse Stellen aufweist, grösstenteils zum Muschelkalk stellte. Diese beiden Schichtstösse zieht Trümpy bis über die Wasserscheide des Bettlerjoches gegen Osten. Er lässt somit die beiden Quetsch- zonen im Liegenden und Hangenden der Scholle II beim Bettlerjoch nicht zusammenschliessen; dies wäre erst weiter südlich nach dem Ausstreichen in die Luft der Fall. O. Ampferer (1937a) gibt ein Detailprofil durch den Rük- ken von P. 2061.7. Er erkennt, dass hier keine Partnachschichten mehr zu finden sind, sondern dass die schwarzen Schiefer zur Qiielschzone gehören. Den Dolomithlock bezeichnet er als Haupt-
        

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