— 145 — Gritsch schön aufgeschlossen sind. Diese Raiblerschichten werden bereits auf 1760 m vom Muschelkalk des Hundsteins abgechnitten. (Prof. 13.) 12. Bettlerjoch Der Uebergang des Bettlerjoches, vom Samina- ins Gamper- donatal führend, bietet einen instruktiven Einblick in die Verhält- nisse an der Kontaktstelle zwischen Falknis- und oberostalpiner Decke. (Prof. 11.) Die Lechtaldecke reicht mit drei Teilelementen an diese Naht- stelle: mit Scholle I, Scholle II (Augstenbergschuppe) und Scholle III (Schuppe von P. 2251). Von der Falknisdecke erscheint hier die Falknisschuppe mit verschleppten Fetzen der Barthümeljochanti- klinale (Trümpy, 1916). Ueber dem verkehrtliegenden Muschelkalk der Synklinale des Südendes von Scholle I findet man am Rücken zwischen Gritsch und Gritschner Naaf zwischen P. 2061.7 und dem Muschelkalk der Schuppe von P. 2251 eine reiche Folge von Gesteinen verschieden- ster Herkunft: Gault und Couches rouges der Falknisdecke, Granite der Sulzfluhdecke, verschiedene Schichtglieder der Aroser Schup- penzone, die Bettlerjochbreccie und Schubsplitter der oberostal- pinen Decke. Vertreter der Sulzfluhdecke und der Aroser Schuppen- zone sind bereits von ihren Stammgebieten weit entfernt und bilden demgemäss ein regelloses Durcheinander von Schubspänen, die sich in verschiedenen Lagen wiederholen. Dazu gesellt sich nun Mittel- und Oberkreide der Falknisdecke. Der Grat südlich des Bettler- joches wird gebildet von den verschleppten Stirnteilen der Bar- thümeljochantiklinale, die auf die Couches rouges der Falknisschup- pe überschoben sind. Diese Couches rouges, von Gault begleitet, ziehen nun westlich am Bettlerjoch vorbei gegen den Rücken von P. 2061.7, wo sie links und rechts des Weges gut zu sehen sind. Noch bilden sie eine mehr oder weniger zusammenhängende Lage, aber bereits sind Muschelkalk und Rauhwackefetzen der Unterlage in sie eingespiesst. Am Bettlerjoch wird die Falkniskreide durch die mächtigen Blöcke der Bettlerjochbreccie überlagert, an deren Basis stellen- weise noch Gesteine der Sulzfluhdecke und der Aroser Schuppcn- t 0
        

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