— 144 — auf 1900 m zu verfolgen ist, zweigeteilt. (Prof. 11, 12, 13.) Bei der Profilkonstruktion zeigt es sich, dass dieser Kalkkeil in seiner Form der tieferen Hauptlage des Muschelkalkes folgt. Diese zieht sich vom östlichen Quellbach der Samina bei der Schneckenrütti über die Heumahd hinauf gegen P. 2061.7. Die Schichtlage wechselt in- nerhalb gewissen Grenzen, zeigt aber allgemein E — W Streichen und Südfallen, das von 80° in der Muldenumbiegung zu 45° im Hangendschenkel sich verflacht. Der Muschelkalk legt sich also über die Partnach- und Arlbergschichten. Er ist tektonisch stark zerrüttet und zerfällt bei der Anwitterung zu sandigem Grus. Bei Ober Trüeja auf Gritsch finden sich die letzten Aufschlüsse dieses Verkehrtschenkels. Trümpy (1916) glaubte hier neben seiner oberen auch die untere Heupielschuppe wieder erkennen zu können, da sich Mu- schelkalk und Partnachschiefer wiederholen. Als verkehrtliegende Fortsetzung beider Schuppen betrachtete er den Muschelkalk-Part- nachschieferkomplex am Hundstein. Dass seine Darstellung den dortigen Verhältnissen nicht entspricht, habe ich bereits geschildert. Auch hier, südlich Gritsch, bin ich zu einer anderen Auffassung ge- langt. Der die Fartnachschiefer zweiteilende Muschelkalkkeil, den Trümpy als Basis der oberen Heupielschuppe deutete, halte ich für einen abgesprengten Teil des tieferen Muschelkalks, der sich an dieser Stelle stärkster tektoniscber Beanspruchung unter dem Anprall der Falknisdecke von der Hauptlage trennte und in die Partnachschiefer eingespiesst wurde. Ein kleineres Gegenstück da- zu findet sich in einem Muschelkalkpaket das oberhalb P. 1690 all- seitig von Partnachsehiefern umgeben ist. (Prof. 13.) Erst der Mu- schelkalk, der zu P. 2061.7 hinaufzieht, bildet die Basis der Scholle I, die hier keine tiefere Teilscholle aufweist. Leider verhindert der von Gehängeschutt und Moränen über- deckte Karboden von Gri-ch den weiteren Einblick in den Verlauf des Südendes der Scholle I. Die Aufschlüsse der steilstehenden Arl- bergschichten reichen nur bis gegen 1800 m. Sie umschliessen als Kern noch verhältnismässig wenig mächtige Raiblerschichten mit Sandsteinen und Schiefern, die im alten Alpweg von Valüna nach
        

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