— 136 — Es bleibt nun noch das Verhalten der Quetschzone zu schildern. Oben im Schlucher haben wir sie anstehend vorgefunden, wo sie, tonige Schiefer und Sandsteine führend, dem Gips eingelagert war. Bemerkenswert ist nun, dass trotz der Mannigfaltigkeit und Häufig- keit der hier zu findenden Quetschzonengesteine, sie in diesem Ge- biet sonst nirgends als sicher anstehend bezeichnet werden können. Die wiederstandfähigeren Gesteine liegen als Blöcke einzeln oder haufenweise oberflächlich herum, während die weicheren als Schutt oder in kleinen, seichten Anrissen auftreten. Auf 1710 m im Einschnitt des Schluchers findet sich eine mehr oder weniger horizontal durchgehende Lage roter und grüngrauer Schiefer, die von zahlreichen Rutschharnischen durchsetzt sind. Sie sind mit Gips- und Dolomitschutt vermengt, der aus der Höhe abge- rutscht ist. Trotzdem scheint Schumacher durch den noch einigermassen vorhandenen Zusammenhang verleitet worden zu sein, sie als anstehende Quetschzone zu kartieren. Es handelt sich um genau die gleichen sandigen Tonschiefer und die tonigen Sand- steine, wie sie in den oberen Teilen des Schluchers dem Gips einge- lagert sind. Konnte dort noch ein Zweifel über ihre Zugehörigkeit zu der Quetschzone bestehen, so erscheint dies hier ausgeschlossen; denn mit ihnen zusammen finden sich verschiedene Blöcke von Sulzfluhgranit. Bei P. 1792 liegt ein ca. 3 m3 grosser Block einer konglomcra- tischen Weissfluh-Breccie. Als Komponenten fallen grünliche, dich- te Kalke, gelbe und graue Dolomite und rote und -weisse Quarzite auf, die in einem sandigen Bindemittel liegen. Auf den Weiden von Bleika trifft man zahlreiche Blöcke von Aptychenkalk und Weissfluhsandsteinen, untergeordnet wiederum die schon erwähnten sandigen Schiefer, Radiolarit und Glaukonit- quarzit. Von 1640 m an bis hinauf zum Fuchsenstein sind sie über- all zu seilen, scheinen aber besonders in den mittleren Höhenlagen angehäuft zu sein. Weiter nördlich werden die Vorkommen der Quetschzone viel spärlicher, sind aber doch noch hie und da anzu- treffen. So liegt nördlich der Fluhtola auf 1720 m (764.665/219.840) eine feinkörnige Weissfluhbreccie. Dann findet sich im Schutt des südlichen Sasstobel bei 1730 m ein Block der quarzitführenden kon-
        

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