— 135 — • Audi ge^cn Norden ilehnt sich der Gips in außergewöhnlicher Mächtigkeit au>3. Ueber Fluh und Stachler setzt er sich wahrschein- lich mehr oder weniger ununterbrochen fort nach Matta und ins Gamptal. Nördlich dco Schluchers zwischen Bleika und Fuchsenstein gesellen sich jedoch andere Raiblerschichten dazu. Der Fuchsenstein seihst besteht aus NW — SE streichendem und saigerem oder steii SW fallendem Ra:blerdolomit. Dieser setzt sich in bogenförmigem Aufschlus? am Siiiihang der Fluhtola fort bis oberhalb P. 1673, wo- bei das Streichen mehr in E — W Richtung umbiegt und das Süd- faücn auf ca. 40a abnimmt. Zum Dolomit gesellen sich Kalk, Schie- fer und Sandsteine, die Zugehörigkeit des ganzen Zuges zu den Raiblerschichten eindeutig beweisend. Die Felsköpfe, die die iso- lierten Aufschlüsse in der Gegend der Bleika bilden, bestehen eben- falls aus ka'k und Dolomit der Raiblerschichten. Dazwischen findet sich aber immer wieder Gips. Die lokaltektonischen Zusammen- hänge der Kalk-Dolomitlagen sind kaum zu entziffern. Es entsteht der Eindruck, a'.3 handle es sich um eine Zone stärkerer tektoni- scher Beanspruchung, die die kompetenten Lagen zerrissen und beinahe regellos in den plastischen Gipsmassen eingebettet hat. Nördlich der Fluhtola trifft man dann wiederum auf ruhigere Verhältnisse. Die sieh über der Fahrstrasse vom Malbun zum Stach- ler erhebende Felswand von Unterm Tschugga besteht aus Kalk und Dolomit mit Schiefern und Sandsteinen im Liegenden. Wie bei der Beschreibung der Raiblerschichten im stratigraphischen Abschnitt dargelegt wurde (siehe S. 72), handelt es sich hierbei sicher um Raiblerkalkc und Dolomite, die aber von Trümpy (1916) und Schumacher (1929) als Hauptdolomit bezeichnet wurden. Die Schichtlage ist durchschnittlich N 140° E, 30° NE. Es erscheint wahrscheinlich, dass diese Wand, die der Zone starker tektonischer Beeinflussung weiter entfernt ist, die nordwestliche Fortsetzung der zerrissenen Kalk-Dolomitlagen von Bleika-Fuchsenstein darstellt. Ueber dieser Felsstufe folgt mit scharfem Kontakt auch wieder der Gips, der die Bildung zahlloser Dolinen verursacht hat und sich bis hinauf zu den Hauptdolomitschutthängen des Ochsenkopfes und nach Norden zum Sass Fürklc ununterbrochen feststellen lässt.
        

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