— 132 — in den Hauptdolomitfelsen des Gamsgrates beginnt, führt reichli- chen Schutt zutale. Ausserdem sind die mächtigen Gipslagen, die er in seinen mittleren Teilen durchschneidet, in stetiger Abwärts- bewegung begriffen, so dass sicher anstehende Aufschlüsse im Einschnitt der Runse wohl kaum zu finden sind. Zunächst seien die bisherigen Darstellungen, die sich mit die- sem Gebiet befassen, kurz erwähnt. D. T r ii m p y tritt nicht des Näheren darauf ein, doch schildert er in Text und Karte (1916) den Verlauf der Quetschzone, die Schuppe I und II trennt. Er zieht sie vom Schlucher im Malbun über Sassfürkle zum Mattajoch. Somit gehören der Osthang des Malbuns und die Kette des Ochsenkopfes zur gleichen tektonischen Einheit, der Scholle II. Vom Schlucher an besteht nach Trümpy jedoch diese Scholle II nur noch aus Raiblerschichten und Hauptdolomit; denn «die Fortsetzung der mittleren Trias von II nach N ist nicht bekannt». Chr. Schuhmacher (1929) übernimmt die Auffassung T r ii m p y 's. Er verfolgt die Quetschzone des Mattajoches gegen Süden über Sassfürkle (P. 1764) und Fluh zum Schlucher. Nach seiner Karte soll sie diese Runse mit horizontaler Intersektion in mittlerer Höhe queren, um gleich südlich davon in die E — W Richtung umzubiegen und im Liegenden der steilstehenden Arlherg- und Partnachschichten hinahzuziehen. Im Gips beobachtete er zwi- schengelagerte, bunte Mergel. Nördlich des Schluchers erwähnt er noch geringmächtige Arlbergschichten, die als Basis der Scholle II im Hangenden der Quetschzone auftreten. Dem Trümpy "sehen Sammelprofil entsprechend lässt auch Schumacher die mitt- lere Trias von II hier abschneiden, sodass die Scholle II bis zum Mattajoch nur noch aus Raibier und Hauptdolomit besteht. J. V e r- d a m (1928), dessen Untersuchungen sich allerdings nicht auf liech- tensteinisches Gebiet ausdehnten, berührt diese Frage in einem Profil (Pr. 5). Er legt einen Schnitt durch Scheuenköpfe und Rau- hen Berg. Dabei lässt er die Scholle II in ganzer Mächtigkeit, also auch untere und mittlere Trias umfassend, bis zum Mattajoch ziehen. Sodann hat sich 0. Ampferer (1937a, 1940c) eingehender mit dem Schlucher beschäftigt. 1937 veröffentlicht er eine Skizze des Südosthanges des Schluchers mit einer ausführlichen Beschrei-
        

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