— 120 — Anstatt der Basis der zugehörigen Scholle zu folgen, ist sie in die plastische Masse der liegenden Raihierschichten eingespiesst. 7. Nospitz und Augstenberg Bis jetzt haben wir ausschliesslich den Bau der Scholle I be- schrieben. Die eben erwähnte Quetschzone nun, die im Hangenden der Raiblerschichten von I auftritt, zeichnet die Auflagerungsfläche der nächsthöheren Scholle, II oder Augstenbergscholle, vor. Eine grössere Anzahl Aufschlüsse beweisen ihren Zusammenhang über Hundstäle und Gritsch bis zum Bettlerjoch. (Prof. 11, 12, 13.) Ueber den gerundeten Formen der Raiblerschichten der Scholle I erheben sich die scharf gezeichneten Gipfel des Nospitz und Augstenberg, schon morphologisch auf einen Unterschied hinweisend. Unmittelbar südlich der Pradamehöhe liegen auf den Raibler- rauhwacken Kalke in Reiflinger Facies, die sattelförmig beidseits über den Grat hinweggreifen. Nach wenigen Metern jedoch stellt sich ein E — W streichendes Band von Partnachsehiefern ein, übet denen dann nur mehr Muschelkalk zu finden ist. Ob es sich hier um eine tektonische Komplikation handelt, oder ob die liegenden Reiflingerkalke als Kalkbank der Partnachschiefer zu betrachten sind, möchte ich nicht entscheiden; immerhin scheint mir die zwei- te Auffassung wahrscheinlicher. Der Nospitz besteht nun ganz aus Muschelkalk. (Prof. 13.) Pas Streichen beträgt durchschnittlich N 1259 — 130° E. Das Fallen wechselt von 50° NE am Gipfel bis zur saigeren Stellung am Nord- ostgrat unterhalb P. 1973. In der steil gegen die Karmulde von Pradame abstürzenden Nordwand zeigt sich die Schichtlage sehr deutlich. Unterhalb P. 1973 schiesst der Muschelkalk steil zur Tiefe. Ihm folgen die Partnachschiefer, die hier von verschiedenen, relativ mächtigen Kalkbänken in Muschelkalkfacies durchsetzt sind. In kas- kadenartigen Falten fallen sie über die Hocheck gegen Nordosten ab. Auf ungefähr 1750 m müssen sie in die Luft ausstreichen; denn 100 m nördlich P. 1781 (764.230'218.800) findet sich bereits wieder ein Aufschluss unzweideutiger Raibierschiefer und Sandsteine. In den beiden Bachrunsen, die vom Vaduzer Täle gegen Malbun hinun- terführen, liegen zwischen 1700 und 1740 m Aufschlüsse von Dolo- mit. Er ist zum Teil dicht, hellgrau und dunkel gebändert mit brec-
        

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