— 110 — chenden Synklinale aufgebaut, deren S Schenkel überkippt er- scheint. Knapp nördlich davon schliesst sich eine ebenfalls mulden- förmige Struktur an, die nun aber im Grossen SW — NE streicht und deren NW Schenkel, sofern er nicht durch die Erosion ver- nichtet wurde, auch eine etwas überkippte Lagerungsweise zeigt. Eine derart intensive Tektonik mag auf den ersten Blick in einem mehrere hundert Meter mächtigen Hauptdolomitschichtstoss etwas eigenartig berühren. Doch handelt es sich hier ja keineswegs um durchgehend massigen Dolomit der auf Beanspruchung nicht durch Verfaltung zu reagieren imstande wäre. Vielmehr zeigt er überall, wo die Lagerungsweise nicht zu stark gestört ist, deutliche Bankung, die stellenweise bis zur plattigen Ausbildung führen kann. Einen Beweis für die relativ leichte Verfaltbarkeit liefern ja die vorhandenen Kleinfalten mit Radien von wenigen Metern. Dazu kommt, dass die Hauptstrukturen ja verhältnismäsig weit ge- schwungene sind, deren Verbiegung noch durch eine grosse Anzahl kleiner Brüche erleichtert wurde. 5. Schönberg und Stachlerkopf Zwischen dem Valorschtal im Norden und dem Malbuntal im Süden erhebt sich die Gruppe des Schönberges und Stachlerkopfes, die gegen Norden, Westen und Süden mit Felswänden oder Steil- hängen abfällt. Gegen Osten umschliessen die höchsten Punkte den weiten Kessel von Guschg, dessen Quellen zum Valorschbach ab- fliessen. Aufgebaut wird dieses Gebiet ausschliesslich durch den Südteil der Scholle I. Wir haben gesehen wie am östlichen Talhang des Güschgle die Arlbergschichten mit 40° gegen Osten einfallen. Von hier verlau- fen sie gegen Westen und bilden die Nordteile der Alpweiden von Guschg. Aufgeschlossen sind sie aber hauptsächlich in den Bach- runsen, wo, wie zum Beispiel im Sautobel, die Schieferlagen der Arlbergschichten zu finden sind. Ihr Streichen Wechselt ziemlich stark um die N — S Richtung,- während sie mit ziemlich gleich- mässigem Gefälle gegen Osten abtauchen. Aus ihnen baut sich die bei Band beginnende Nordwand des Schönberges auf. Hier ist die Schichtlage durchschnittlich N 40° E, 37° SE.
        

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