— 102 — Im Flysch eingelagert finden sich in isolierten Vorkommen der Quetschzone angehörende .Gesteine. Bezeichnenderweise liegen diese Schufasplitter aber nie direkt am Kontakt' Hauptdolomit- Flysch. Immer sind sie im Flysch eingebettet und durch ein wech- selnd mächtige Flyschzone von der liegenden Schubfläche getrennt. So ist im Bach südlich der Unteren Hütte auf 1480 m eine kleine Scholle Couches rouges aufgeschlossen, die durch mindestens 100 m Flysch unterlagert wird. Grössere Couches rouges-Schollen liegen sodann, im Waldrand versteckt, ca. 100 m nördlich P. 1594. Wiederum setzt der Hauptdolomit erst etwa 20 bis 30 m unter ihnen ein. Aus dieser Gegend erwähnt Trümpy (1916) noch eine Linse Sulzfluhgranit ohne genauere Ortsangabe. Leider gelang es weder Schuhmacher (1929) noch mir, diese Stelle wieder zu finden. Andere Gesteine der Quetschzone sind selten. Jedenfalls handelt es sich hier nicht um eine zusammenhängende Zone, sondern lediglich um isolierte Reste und Schubsplitter der unterostalpinen Decken, die, der Grenze Hauptdolomit-Flysch mehr oder weniger parallel fol- gend, dem Flysch eingelagert 6ind. Die grösste derartige Einlage- rung bildet der Ophiolith des Schmelzikopfes, der auf etliche hundert Quadratmeter aufgeschlossen ist. Leider ist' er auf allen Seiten von Schutt umgeben, sodass sich die Natur des Nebenge- steins nicht feststellen lässt. Doch ist durch verschiedene Flyschauf- schlüsse der Umgebung belegt, dass der Block sich noch ganz in der Flyschzone befindet Trümpy beschreibt ihn als Raiblerdia- bas. Zweifellos gehört er. aber zum Bestand der Quetschzone, was bereits S e i d 1 i t z (1911) ausdrückt. Er weist vollkommene litho- logische Analogie mit andern Diabasen der Aroser Schuppenzone auf (vgl. S. 38). Auch die tektonische Lage des Schmelzikopfes spricht viel eher für dessen Zugehörigkeit zur Quetsohzone. • Die Flyschzone bildet die mehrere Hundert Meter breite Ter- rasse von Mittlervalorsch. Moränen, Gehängeschutt und einige klei- nere Bergstürze verhindern einen Einblick in deren Struktur; eben- so verdecken sie den Kontakt mit dem Südteil der Scholle I, der, mit Muschelkalk beginnend, den Schönberg aufbaut. In der Föli- tola auf 1500 m ist die Ueberschiebungsfläche aufgeschlossen. Der mit relativ dünnbankigen Kalken und einigen Schieferlagen ein- setzende Muschelkalk ist auf stark gequälte Flyschsehiefer mit Lin-
        

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