— 35 — den besitzen und auch für die nächstfolgenden Jahrhunderte die Ur- kunden bis in die letzten Jahre in ungeordneten Archiven zerstreut waren. Diese Tatsache und mochl auch das Erscheinen der «Bootes »6 Iiistorisln r-sßioiiiig in plsnis» von Lic. Franz Perret riefen dann einer Anregung des Landtags nach Sammeln und veröffentlichen wenig- stens wichtigster Urkunden zur Geschichte unseres Landes. Die Aus- führung dieser Anregung machte über Borschlag des damaligen Landtagspräsidenten Can. A. Frömmelt unser Verein sich zur Auf- gabe, und er setzte einige Jahre später sich mit Lic. Franz Perret sowie dem Vorarlbergs! Landesarchivar Dr. Meinrad Tiefenthaler in Verbindung. Ersterer war damals für das Graubündner llrkun- denbuch im bischöflichen Archive in Chur tätig und konnte gewisser- maßen nebenbei die dort zahlrreich vorhandenen, unser Gebiet be- treffenden Urkunden für das Liechtensteinische Ur- kundenbuch bearbeiten. 1942 konnte unser Jahrbuch bereits den Anfang dieses llrkundenbuches bringen. Seither erfolgte die regel- mäßige Fortsetzung, und der 1. Band des I. Teiles ist 1947 zum Abschluß gebracht worden. 1948 erschien der Anfang des 2. Bandes zum I. Teil; der I. Teil soll die Urkunden bis zum Jahre 1416 — Ende der Werdenberger Herrschaft über die Grafschaft Vaduz und einen Teil der Herrschaft Schellenberg — umfassen und zwar sämt- liche, soweit sie in den bearbeiteten Archiven sich vorfinden. Die Liechtenstein berührenden Urkunden des Vorarlberger Landesarchives und anderer österreichischer Archive bearbeitet Dr. Meinrad Tiefenthaler, Landesoberarchivar in Bregenz. Die Be- arbeitung und der Druck des llrkundenbuches wird durch besondere Landesbeiträge ermöglicht. 9. Wie in den Belangen des llrkundenbuches, so arbeitet der historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein auch auf anderen Gebieten, besonders auf jenem des Denkmal- und Natur- schutzes bestmöglich mit der fürstlichen Regierung zusammen. An dem Entwürfe des Naturschutzgesetzes war er mit der Sektion Liechtenstein des damaligen D. u. Ö. Alpenvereins tätig, und er besorgte den Entwurf des Gesetzes über den Denkmalschutz. In den durch diese Gesetze geschaffenen Kommissionen als Beimt der Re-
        

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