— 206 — Ubersetzung. Ich Johann Vaistli von Vaduz verkünde öffentlich mit die sem Briefe, dass ich nach reiflicher Ueberlegung schlechthin eine Uebereinkunfl getroffen habe. Ich habe mit meinem Schwager Walter Hahn, Bürger zu Feldkirch, und mit seiner Frau Margaritha Vaistli, meiner Schwester, alle Güter in Liebe und Freundschaft geteilt, die wir beiden Geschwister Johann und Margaritha aus drm Erbe unseres Vaters und unserer Mutter, die seither dahingeschie- den sind, ererbt haben. Es sind dabei inbegriffen Weingärten, Aecker und Wiesen und alles was genannt oder auch nicht genannt ist. Ausgenommen sind die Zehnten und die Pfandschaft, die wir haben, sowie unser Torkel zu Vaduz. Ferner habe ich zu meinen Händen und anheim genommen meiner Schwester Agnes Vaistli, Rudolfs von Blumental des Vetten Hausfrau Anteile, die ich deshalb gänzich ausrichten und unklagbar machen soll ohne Schaden des ob- genannten Walter Hahn und seiner ehelichen Hausfrau Margret, die meine Schwester ist. Wenn sie aber wegen des Anteils meiner obgenannten Schwester Agnes, den ich, wie oben geschrieben steht in Empfang genommen habe, angehen oder betreiben würden und sie deshalb über kurz oder lang, wann das auch immer wäre, Umtriebe und Schaden hätten, dann müssen ich und meine Erben sie und ihre Erben allerorts verständigen und sich mit ihnen be- sprechen und sie auch von allem Schaden gänzlich befreien und lösen sowie sie unklagbar machen und zwar ohne dass sie dabei Kosten hätten oder sonst Schaden erleiden müssten, wie ich es ihnen ja in meinem und meiner Erben Namen in guter Treue und ohne Hinterhalt für sie verheissen und gelobt habe. Zur wahrhaften Beurkundung von alldem hänge ich obgenannter Johann Vaistli für mich und meine Erben mein eigenes Siegel an diesen Brief, der zu Feldkirch am St. Hilarientag gegeben ward, da man 1385 Jahre seit Christi Geburt zählte.
        

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