— 117 — Schon in der Grabung 1949 zeigte es sich, daß der Wall 
min- destens in zwei Bauperioden errichtet wurde und daß eine Wall- sicherung 
hier schon in der frühen 
Bronzezeit bestand, was 
die Funde aus 
der Periode der frühbronzezeitlichen Besiedlung des Borscht bestätigen (vergl. Abb. 12 in Jb. 49). Eine eingehendere Untersuchung des Walles wurde dann in der Grabung des Sommers 1930 in der Woche vom 24. — 30. Juli vorgenommen. Es gelang die Grabung mit einer Equipe von 10 Mann noch vor Beginn der nachher einsetzenden Schlechtwetter- periode durchzuführen. Über den Umfang der durchgeführten Arbei- ten orientiert Abb. 1 (Situation). 1. Der Schnitt 10. Als erste Arbeit wurde 
der schon 1948 und 1949 begonnene Schnitt 10 bis auf 
den Felsgrund geführt. Beim Abbruch der Mauer zeigte es sich, daß diese nicht, wie früher vermutet, eine steinloje Lößzwischenfüllung hatte, sondern auch in ihrem Kern mit Steinen durchsetzt war; die Lötzpackung in den 
kleinen Zwischenräumen bil- dete ein gutes Bindemittel. Die außen und innen vorgelagerten Bermen waren besonders in der Nähe der Mauer intensiv rot ge- färbt und die Steine zum Teil verbrannt, was auf eine 
durch Feuer zerstörte Holzkonstruktion schließen läßt. Unter der äußeren Berme lag, hauptsächlich zwischen m 7 bis m 10, eine tiefschwarze Kultur- schicht mit Tierknochen als Mahlzeitüberresten, neolithischer Kera- mik vom Michelsberger Typus und Steinrverkzeugen. Die Steine zwischen m 9.80 und m 
11.50 lassen auf eine neolithische Wehr- mauer schließen. Von hier aus wurde der Graben noch 7 m weiter nach Süden bis auf 
den Felsgrund fortgeführt. Unter 
dem Humus lag überall bis aus den Fels fast steinloser Löß. In 
durch- schnittlich 60 cm Tiefe erschien im äußeren Grabenstück überall der Fels. Ein Graben vor dem Wall war nicht vorhanden, und ist, da der Fels auch weiter südwärts nicht tief liegt, auch weiter hinaus nicht zu vermuten. Abbildung 13 zeigt 
den Wallschnitt 10 
mit Blick nach außen, (geg. Süden).
        

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