— 105 — Befestigte Höhenfiedlungen am Rhein. Bon Elmar BonbanK. Das Bodenseerheintal war seit jeher ein Burgenland, wenn man den Begriff Burg, der bestimmte Arten mittelalterlicher also unter feudalem System entstandene Wohn- und Wehrbauweisen kennzeichnet, auf die verschiedenen wehrhaften Siedlungstypen vor- und frühgeschichtlicher Zeiten, wie auf die Flucht- und Fliehburgen, die befestigten Höhensiedlungen und Grenzbefestigungen in Form von Ring- und Abschnittswällen, Wallburgen, Kastellen, Burgis, Wehrsystemen usw. ausdehnt. Durch Lesefunde, Geländebeobachtungen und Ausgrabungen find im Liechtensteiner und Borarlberger Rheintal in den letzten Jahren unter anderen auch mehrere vorgeschichtliche Siedlungs- stellen bekannt geworden, die als befestigte Höhenfiedlungen anzu- sehen sind: durch Wälle und Mauern auf isolierten Spornen, Jnsel- bergen, Horsten oder Klippen doppelt gesicherte Weiler oder kleine Dörfer der älteren Eisen-, der Spät- und der Frühbronzezeit. Ver- schiedentlich wurden ihre Reste bereits im MittelÄter durch Vurg- anlagen, wie auf den Jnselbergen mit der Ruine Neuburg bei Kob- lach, auf dem Liebfrauenberg bei Rankweil, auf dem Sporn mit Burg Neu-Montfort bei Eötzis und auf dem Horst mit Burg Guten- berg bei Balzers, oder noch in jüngster Vergangenheit durch Stein- brüche, wie z. B^ am Annabergli bei Montlingen angenagt, zum Teil oder völlig zerstört. Ungestörte Kulturschichten sind im Verbauungs- bereich mittelalterlicher Burgen nur selten anzutreffen Meist wurden sie durch Planierungen und Fandamentierungen zerstört oder abgeräumt, also über den Hang geworfen, wo dann die Ge- rätschaften und Küchenabfälle in Eehängeschuttyalden unter anderen Absturzmaterialien in fekundärer Lagerung sich finden^). Der Historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein und das Vorarlberger Landesmuseum in Vregenz untersuchten in letzter Zeit zwei weitere befestigte Höhensiedlungen durch planmäßige
        

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