Zu dem sechsten alsdann Vatter und Muter ire eliche und ledige Kinder in obgemelter unser Herschaft zu Erben bisher kains ivegs zugelassen, doch nicht desto- iveniger natürlicher und ordentlicher Sazung dieselben ire Kinder uffzuerziehen ui?d zu versorgen schuldig sind, auch die Kinder ire Vatter und Muter für menigklich rechtlich erben. Demnach so sezen, mainen und wellen wir, das null hinfüro Vatter und Muter ir letstes Kind, so mit Tod abgat on elich Leiberben, von inen geporen, erben sellen mit dieser Beschaidenhait, das Vatter und Muter desselbigen irs letstes Kinds verlassen ligend und farend Hab und Gut, was das wäre, ir weil und lebenlang inehaben, nüzen, nießen, geprauchen und den Pluemen') jährlich darvon nenien; und sellen auch die Güter, so in erbsweise nn si also gefallen, weder versezen noch verkaufen, ver- ordnen, verschaffen, noch sonst veroberhandeln in kam Weis noch Weg, sondern in guten wesentlichen Eren halten. Wv aber Vatter und Muter au den Pluemen von denselben Gütern zusampt iren aignen Gut nit Narung. noch Auskommen hetten, sellen si ir aigen Gut zu ir Leips Noturft Narung und Unterhaltung am ersten angreisen. Und so dann ir aigen Gut nit genugsamlich darzu raichen und gedienen möcht, alsdann sellen und mögen si mit dem Gut, so gemelter Gestalt erbsweise si angefallen, schaffen, handeln, thun und lassen, wie und als mit anderm irem aigen Gut, doch alweg zimlich und nit wüstlich on Not. Und so dann Vatter und Muter auch absterben on elich Leiberben, von inen fürohin geporen, soll selich Gut vorgemelter Gestalt inen zugefallen, so überblieben und noch vorhanden, was das wäre, von inen wider hinder sich an die nächste Freundschaft nach der Linie des Pluts zu paiden Vatter und Muter Stammen, dannenher das Gut geflossen und kommen ist, fallen on alle Jnred. Zum sib enden ob ain Mensch etwas Unfertigs uff im hette, wie und was das wäre, so sein Seel zu ewiger Seligkeit irren und hindern möchte, so soll derselb Pluemen — jährlicher Abnützen.
        

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