Zu dem andern, welcher Mensch, der wäre, der durch Gott und zu Hail seiner Freunden und anderen, so selichs umb ains verdienet und beschuldt hetten, etwas nach ihrem Tod zu geben, verschaffen 
wolle, so soll der- selbe Mensch, darzu berufen vinf Zeugen. Darunter sellen zu dem wenigsten sein zwen Richter gemelter Herschaft, damit jemand gedenken möge, das der Krcmkh das Brauch seiner Sinnen nit gehabt hab. 
Alsdann soll selich Testament und Ordnung Kraft und Macht 
haben, sonst nit. Zu dem dritten, welicher Mensch, der wäre, der in seiner Kraukhait etwas über drey Psund Pfennig ver- schifft und verordnet, sole kein Kraft noch Macht haben und nit gelten, es seien dann gemelter Gestalt Zeugen dabei gewesen. Es wäre dann sach in seiner Krankheit etwas durch Gott und zu Trost seiner Seele verschaffen wölte, alsdann sellen drei Richter gemelter Herschaft darzu erbetten werden, darbei verstanden kam Argwenigkeit darbei verlassen. Zu dem vierten. Alsdann die hailigen Recht nit klain achtend, das die Enichle zugelassen werden, anstatt irer Batter uud Muter zu erben, und unziemlich wäre, das sie mit zweien Ruten, ainer in Entziehung leiblichs Trosts durch Abgang Vatter und Muter, und in dem- selben irem Unsall mit der andern Ruten mit Beraubung ihres vätterlichen und müterlichen Erbs gestraft werden sotten. Darumb so sellen nun hiufüro Enichle anstatt irer Vatter und Muter erben und in die Luckhen anstatt Vatter und Muter gefielt werden. Und wann nun Enichle vorhanden wären und weder Vatter noch Muter an jet- nieder Seiten 
mer ist, alsdann soll jedes Enichle für sich selbs erben. Zudem vinften ist uff diesen Artikhel sonder und mer beredt, ob enichle Kinder an Leib uud Erben abstürben und vormals an si etwas erbfalls gemelter Gestalt zu- gefallen wäre so soll selich Gut, was das wäre, von inen wider 
hinder sich an die nächste Freundschaft, dannen gar es geflossen ist, falleil on alle Hindernus.
        

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