unseres kleinen Vaterlandes geschrieben hat, nnd zwar eine Geschichte, zu der ein sehr reiches Quellenmaterial namentlich an alten Urkunden verarbeitet wurde, und die uns eine Fülle geschichtlichen Stoffes bietet. Sehr zu begrüßen wäre es, wenn einer der gegenwärtigen Kenner und Erforscher unserer heimat- lichen Geschichte das vor bald 60 Jahren herausgegebene Werk Kaisers mit den notwendigen Verbesserungen und Ergänzungen neu herausgäbe und es zugleich bis auf unsere Zeit fortsetzte. IV. 'Meter Kaiser's ZZestrebungen für das WoHt seines Keirnatt'arrdes Liechtenstein. Rektor Kaiser bewahrte zeitlebens eine große Anhänglich- keit an sein kleines Heimatland Liechtenstein. Beweis dafür seine vorhin besprochene Geschichte des Fürstentums, Beweis seine häusigen Besuche im Ländchen namentlich zur Zeit der Ferien während der letzten zwanzig Jahre seines Lebens (seit 1842), Beweis endlich seine lebhafte Mitwirkung an der politischen und sozialen Gestaltung desselben. Was namentlich das Letztere anbelangt, stand er in Verbindung mit ähnlich gestimmten Männern im Fürstentum, wie z. B. mit Dr. Graß und besonders mit Oi'. Karl Schädler. Daher wandte man sich gerne an ihn, wenn es sich um ein gemeinsames Anliegen des Landes handelte. So wurde er schon 1840 in eine Kommission gewählt, welche dem Fürsten Alois Joses in Wien die Ver- hältnisse des Landes darlegen und um Abstellung einzelner Mißstände bitten sollte. Und erzielte diese Abordnung keinen sosortigen Erfolg, so nahm sich doch von da an der edle Fürst noch eifriger der Regierung des Fürstentums an, erschien zwei Jahre später (1842) persönlich im Lande, um- jubelt von seinem Völklein, namentlich bei dem bekannten Volksfeste, das er aus der Schloßwiese in Vaduz veranstalten ließ, und erfreute das Land 1847 mit einem erneuten Besuche. Es kam das Jahr 1848. Auch im kleiuen Fürstentum fingen die Wellen an höher zu gehen; und wieder wandten fich die Augen der Bevölkerung auf Rektor Kaiser. Derselbe war eifriges Mitglied der Ausschußversammlungen und der Kommission, welche dem Fürsten die Wünsche der Bevölkerung vorzulegen gewählt worden war. Einesteils etwas republikanisch
        

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