— 24 — neuerer Zeit, in der Klosterschnle zu Disentis. Dagegen wurde er gleich zum Vizerektor ernannt, welche Stelle er bis zu seinem Tode behielt. Die Vorbildung der Volksschullehrer war auch jetzt eine Haupttätigkeit für ihn, jedoch nur bis 1852, wo das Lehrerseminar eine gewisse selbständige Stellung neben der Kantonsschule erhielt mit einem eigenen Direktor, der zugleich die eigentlichen Fachdisziplinen zn erteilen hatte. Neben Geschichte dozierte nun Kaiser Deutsch und Lateinisch in obern Klassen. Wir schließen dieses Kapitel mit dem schönen Lobe, das Kaiser über seine Wirksamkeit seit 1842 und seine ganze Per- sönlichkeit in dem von uns in diesem Abschnitt so ansgiebig benutzten Nachruf: „zur Erinnerung :c." gespendet wird: „Er war immer derselbe trene, gewissenhafte Lehrer, dem die sittliche und geistige Förderung der Jugend höchster Lebenszweck war; seine jüngsten Freunde rühmen an ihm nicht minder als die ältesten das schlichte anspruchlose Wesen, den gebildeten reichen Geist, der zu heiterer launiger Unterhaltung wie zu ernstem. Gespräche gleich geschickt war, seine Zuverlässigkeit und Wahr- haftigkeit in Wort und Werk, sein mildes, besonnenes, gerechtes Urteil, den reinen keuschen, auf das Höchste gerichteten, wahr- haft edlen Sinn. ') So kam es, daß auch hier alle, die ihm näher traten, ihn hochschätzten und liebten, uud daß auch die- jenigen, welche srüher seine erbitterten Gegner gewesen waren, jetzt, da sie ihn kennen gelernt hatten, ihm ihre Achtung und Liebe nicht versagen konnten." III. 'Deter Kaiser «ts Schriftsteller. Nebeir der Schule war Rektor Kaiser stets eifrig in gelehrten Studien uud Forschungen beschäftigt, auf dem Gebiete des Erziehungswefens, besonders aber ans dem Gebiete der Geschichte. Seine Gedanken über Bildung uud Erziehung legt er sehr schön in einem kurzen Aufsätze des Schulprogrammes von Disentis vom Jahre 1839 auseinander, wahrhaft goldene Worte. Für das „Bündnerische Monatsblatt", dessen erster Jahr- gang 1850 erschien, war er von Anfang an regelmäßiger Rektor Bazzigher nennt ihn S. 105: „eine priesterliche Natur"..
        

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