i2>̂> an Kaiser, bis 1850 die katholische Kantonsschule mit der reformierten vereinigt murde. Die Wolken über Kaisers Haupt hatten sich, wie es scheint, ziemlich bald verzogen; auch war die neue katholische Kantonsschule in St. Luzi am 6. De- zember 1814 von Bischof Kaspar v. Carl anerkannt worden, nachdem ihm seitens des Lorpn3 LÄtllolieum die verlangten Garantien der Hauptsache noch geboten zu sein schienen. Wie in Disentis so lag Kaiser auch , in St. Luzi die spezielle Vorbereitung der Lehramtskandidaten als besondere Ausgabe ob. Inzwischen wurde für die katholische Kantonsschule ein neues geräumiges Gebäude erstellt neben dem Seminar St. Luzi. Doch ehe dasselbe bezogen wurde, erfolgte 1850 der fchon lange gefürchtete und im Stillen schon lange vorbereitete Schlag, den abzuwenden die kirchliche Behörde bisher in so manchen Punkten schließlich nachgegeben hatte, nämlich die Sereinigung der katholischen und protestantischen Kcmtonsschnle zu einer für beide Konfessionen gemeinsamen. Am 26. Juni wurde im Großen Rate die Vereinigung mit 48 Stimmen (40 Protestanten und 8 Katholiken) gegeil 23 Stimmen (22 Katholiken und 1 Protestant) beschlossen. Der Bischof Kaspar v. Carl erhob am 23, August in den ernstesten Worten seine Stimme gegen diese also vereinigte, konfessionell gemischte Schule; der Große Rat antwortete mit der Einführung des regierungsrätlichen Plazet für die Erlasse kirchlicher Behörden. Auch Rektor Peter Kaiser sah diese Vereinigung ungern, wie das auch aus seiner Rede beim letzten Jahresschlüsse der katholischen Kantonsschulc am 24. Juli 1850 durchklingt. Nichts desto weniger folgte er seinem Zuge zum Lehrfach und stellte sein reiches Wissen weiter in den Dienst des Bündner Volkes. Daß er nicht mehr Rektor murde, lag auf der Hcmd bei der großen Mehrheit, welche an dieser vereinigten Kantonsschule die Protestanten bildeten; die Katholiken, ausgenommen die Lehramtskandidaten, fandeil sich nämlich von Ansang an — und es ist bis hellte nicht viel anders geworden — nur in verhältnismäßig kleiner Zahl nn derselben ein; sie studieren der Mehrheit nach in außerkcmtonalen katholischen Anstalten (früher manche auch in Feldkirch) und, besonders wieder in
        

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