— 204 — S. der Jntcstat-, Erbfolgs- und Dienstbotcnordnung; 7. eine Taxnorma für Streitfälle, Grundbnchshandlungen, dann Ausübung des adeligen Richteramtes; 8. die Numeration der Häuser und jährliche Scelenbcschreibuug, Sobald Sie sich in die Kenntnis der dvrtigen Landesrechte, Ge- bräuche und Gewohnheiten gesetzt haben werden, gewärtigen Seine Durchlaucht die den Umständen angemessenen Gesetzesvorschläge über die vorbezeichncten Gegenstände znr Prüfung und weiteren Sanktionierung, um mit Ansang des k, Js, das so nötige wie ersprießliche Werk der künftigen Landesverfassung zn begründen. 2, Bestund bisher der Gebrauch, daß die liegenden Güter in un- endlich kleine Teile zerstückt und so die Besitzer unvermögend wurden, hieraus ihren Lebensbedarf zu erholen, noch weniger die Abgaben zu erschwingen, daher Seine Durchlaucht die Gütervcreinigung geboten und das Minimum bei einzelnen Stücken auf 400 Quadratklaster zu be- stimmen genchten, wessen Realisierung Ihnen vorzüglich ans Herz ge- legt wird. Zu so leichterer BeWirkung dessen werden Sie 3. dahin wirken, daß die vorhandenen Genieinheiten oder Ödungen — Riede genannt — unter gesamte Bürger verteilt,, durch Abzapfungen und Gräbcnanfwürse in Kultur gesetzt, dann 4. die noch zn verteilenden Gemeinheiten sowohl als auch die schon geteilten, als von Häusern untrennbares Gut angesehen, erklärt, behandelt und hiernach grundbücherlich zugeschrieben werden. Die dasigen Riede sind zum Übermaß des Unglücks der Untertanen noch mit einer von der Barbarei der ersten Völker herrührenden Gewohnheit behaftet, mit der leidigen Gemeinheit nämlich, die allen Verbesserungen, wenn sie sonst auch möglich wäre», schlechterdings im Wege steht Um diese Gemeinheiten an das Interesse der Bürger zu ketten, andurch derselben Kultnr zu bezwecken, ist der einzige Weg der Zcr- stückung und Zuteilung an die Häuser unter der Verpflichtung zur Urbarmachung mit der Untrennbarkeit von Häusern vorhanden, der ohne weiteres eingeschlagen werden mnß. Der Urbarmachung dieser öden Riede nnd sonstigen Gemeinheiten wird aber der Untertan durch daS Vorgeben der sumpfigen Lokale aus- zuweichen bemüht sein, allein mit genauer Berücksichtigung der Lage dieser Riede wird Ihnen einleuchten, daß der dasige Sumpf nur vom Druck der Gewässer entstanden, welche die Gebirge am Fuß absetzen
        

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