— 202 — Pokornu war beauftragt worden, seine eigene Übersiedlung unter allen Umständen erst nach gründlicher Einführung des neu bestellten Landvogts in alle Amtsgeschäfte zu bewerk- stelligen und diesen bei seinem Eintreffen in Vaduz den fürst- lichen Beamten und Dienern, der Geistlichkeit und dem Lande als ihren Vorgesetzten feierlich vorzustellen; am 7. September 1833 wurde Menzinger von dem abtretenden Landvogt in Eid und Pflicht genommen. Dem Landvogte und späteren Landesverweser Johann Michael Menzinger war im Fürstentums eine lange Dienst- zeit (bis zum Herbst 1861) beschieden, auf welche wir aber hier nicht näher einzugehen brauchen, denn nur eine kurze Weile war es ihm vergönnt, unter den Augen des Fürsten, der ihn berufen, zu wirken: am 26. April 1836 hatte Fürst Johann seine Tage beschlossen. — Wir haben in den vorstehenden Blättern die Gestalt eines Fürsten betrachtet, der im Kriege beispiellose Unerschrocken- heit und Kühnheit mit der größten Besonnenheit zu paaren verstand; wir haben gesehen, wie der nämliche Fürst seine her- vorragenden Eigenschaften auch in den Geschäften des Friedens zu betätigen wußte; wir haben endlich gesehen, wie der weitaus- blickende Geist des Fürsten auch in dem kleinen Lande, das ihm durch die Vorsehung zugefallen war, nachhaltige Spuren hinterließ. Den Fürsten Johann hat die Mitwelt gekannt als einen Mann seltener Art; sein großer Name aber wird nicht erlöschen.
        

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