— 197 — in Erfüllung ging; anfangs November 1826 murde er ver- ständigt, daß der Fürst ihn in „Anbetracht seiner Verdienst- lichkeit" erhört, ihm die mit dein Justizamte verbundene Stelle des Amtmannes der Herrschaft Butschoivitz verliehen und ihm gleichzeitig die Verbindlichkeit auferlegt habe, provisorisch auch das Justiznmt der Herrschaft Stcinitz zn versehen. Der Fürst machte dem Landvogte Schuppler hiebei zur besonderen Pflicht, die Geschäfte in Vaduz „mit gewohnter Präzision und Rechtlichkeit" so abzuwickeln, daß er das Amt Mitte Jänner 1327 an seinen Nachfolger, den Justiziär der Herrschast Sternbcrg, Peter Pokornu. übergeben könne, der schon Ende 1826 in Vaduz eintreffen würde. Schuppler solle diesen über alle Verhältnisse auf das umfassendste unterrichten, um aus diese Weise seine Amtierung „mit Würde zu be- schließen". ') Schuppler dankte für seine Versetzung, die er als „ein erquickendes Ergebnis der allerhöchsten Huld" bezeichnet, mit der Versicherung, daß es von jeher sein Grundsatz gewesen sei, sein Amt zu jeder Stunde in Ordnung zu haben und daß die Übergabe, zu welcher wenige Stunden genügen würden, „mit der verläßlichsten 'Offenherzigkeit und Rechtlichkeit vor sich gehen und der gültigste Bürge sür seine unbescholtene Amtie- rung sein würde". 2) Am 26. Jänner 1827 legte der neuernannte Landvogt Pokornu den Diensteid in die Hände Schnpplers ab nnd der letztere beendigte am nächsten Tage seine Amtsführung in Vadnz. Mit Schuppler verließ ein grundgescheiter, höchst ehren- hafter, klar und rechtlich denkender Mann von hohem sittlichem Ernste den mit großer Verantwortung verbundenen Landvvgts- posten, ein Mann von unbeugsamer Energie und eiserner Kon- sequenz, dem trotzdem ein warmfühlendes Herz für die vielen Leiden des seiner Führung anvertrauten Volkes nicht abge- sprochen werden kann und der die Interessen dieses Volkes Erlaß der fstl. Sofkauzlei vom 28. Oktober 1826 Nr. 6233, L. R. A. >) Bericht Schupplers vom 4. November 1826 Nr. 210/poI., L. R. A. 14
        

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