— 168 — schwächlichen als starken, von böser Krankheit oft genug heim- gesuchten Körper meisterte, den trefflichen Soldateneigenschaften, die, von den Ahnen überkommen, in ihm zu voller Blüte ge- langten, aber auch nicht zuletzt seinem Glücke. 23 Pferde wurden ihm unter dem Leibe getötet oder verwundet, drei Hüte und zwei Degen wurden ihm von feindlichen Geschossen durchlöchert, eine Kanonenkugel riß ihm die Rockschöße weg — aber sonst war er wie geseit. Nicht ein einziges Mal wurde er verwundet, und die leichte Kontusion bei Wagram, ein blauer Fleck, war alles, was er aus den zahllosen Gefechten davongetragen." — Als Mann der Tat hatte sich Fürst Johann in Kriegen und Staatsgeschäften der österreichischen Monarchie bewiesen; als Mann der Tat bewährte er sich auch in der Verwaltung seines ausgedehnten Besitzes und, wie wir im zweiten Ab- schnitte dieser Darstellung sehen werden, in der Regierung des Fürstentums. Nicht lange, nachdem er das große Majorat seines Hauses angetreten, begann er, sich durch Bereisungen über den Zustand seiner Herrschaften und über die Eigenschaften der in der Ver- waltung seiner Güter tätigen Personen ,aufs genaueste zu unter- richten ; es spricht sür seinen besonderen Scharfsinn, daß er in kürzester Frist einen vollständigen Überblick über das weit- verzweigte Getriebe der Administration gewonnen hatte. Durch vielfältige eigene Erfahrung belehrt, daß alles darauf ankomme, die richtigen Männer auf dem richtigen Platz zu haben, stellte er schon 1807 an die Spitze seiner Verwaltung zwei vorzügliche jüngere Kräfte, die Hofräte Theobald von Walberg und Georg Hauer, denen er vier Inspektoren mit umfangreichem Wirkungskreise beigab. Die Leistungen der Verwaltung waren bald weit und breit als musterhaft bekannt. Öde Strecken Landes wurden kultiviert und aufgeforstet, Fabriken wurden gegründet, Rindvieh-, Pferde- und Schafzucht in größtem Maßstabe getrieben, ausgedehnte Gartenanlagen ins Leben gerufen. Bauten ohne Zahl im Geschmacke der Zeit aufgeführt. Die in allen Dienstzweigen herrschende pünktliche Ord- nung und vernünftige Sparsamkeit steigerte die Einkünfte aus
        

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