— 167 — Die Vergegenwärtigung der schrecklichen Folgen, welche eine Weigerung des Fürsten, den Friedensvertrag zu unterzeichnen, nach sich gezogen hätte, drängte bei ihm schließlich jede andere Erwägung zurück und so überschritt er seine Vollmacht in dem Bewußtsein, eine patriotische Tat zu begehen und in der sesten Absicht, sür dieselbe mit seiner Person und seinem Vermögen einzustehen. „Ich bringe den Frieden, aber auch meinen Kopf mit; der Kaiser wird nach seinem Gutdünken über den einen wie den anderen verfügen" — so lauteten die Worte, die der Fürst bei seinem Eintreffen am kaiserlichen Hoslager in Totis zu Metternich sprach. Der Empsang, den der Fürst beim Kaiser fand, war kein gnädiger — aber die Geschichte hat das Vorgehen des Fürsten, der einem verzweifelten Zustande herzhast ein Ende bereitet hatte, ratifiziert. Am 15. September 1810 verließ der Fürst den aktiven Dienst; als ihm bei Ausbruch des Krieges zwischen Frankreich und Rußland, 1812, der Oberbefehl über das österreichische Hilfskorps, welches an der Seite Napoleons zu kämpfen hatte, angeboten worden war, lehnte er ab; denn so sehr er immer bereit war, gegen Napoleon zum Schwerte zu greisen, für ihn ,zu kämpfen brachte er nicht über sich. Die Freiheitskriege mitzumachen, war ihm nicht mehr vergönnt. Widersacher am kaiserlichen Hofe, die ihm schon 1809 Hindernisse bereitet und 1810 den Dienst verleidet hatten, vereitelten seine Wiederanstellung. Eine wahrhaft bedeutende Individualität war mit dem Fürsten aus den Reihen der Armee geschieden. In seinen Unter- nehmungen voll Wagemut und besonnen, streng aber gerecht im Dienste, tapfer aber doch voll Schonung gegen den besiegten Feind, genoß der Fürst in hohem Grade die Zunei- gung der seinem Befehle anvertrauten Truppen, denen er ein gütiger und fürsorglicher Vorgesetzter war. Schön feiert ihn Criste mit den Worten: „Den hohen Ruhm, den Fürst Johannes sich erworben, den leuchtenden Schimmer, der diese prächtige Kriegergestalt umstießt, dankt er seiner geistigen Kraft, die selbst den eher
        

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